Steigende Kurse Börsen in China und Japan erholen sich leicht

Starke US-Wachstumszahlen sorgen bei den Händlern in Asien für etwas Entspannung. An den Börsen in China ging es den zweiten Tag in Folge aufwärts. Auch die japanischen Werte folgten der Wall Street ins Plus.

Börsenanzeigetafel in Tokio: Japanische Werte folgen Wall Street ins Plus
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Börsenanzeigetafel in Tokio: Japanische Werte folgen Wall Street ins Plus


Der Trend an den Börsen in China scheint sich zu drehen: Nach einer Woche mit dramatischen Verlusten haben sich die Aktienmärkte am Freitag zum zweiten Mal in Folge erholt. Starke US-Wachstumszahlen hätten die Sorgen über einen von China ausgehenden weltweiten Wirtschaftsabschwung vertrieben, erklärten Händler. Auch japanische Inflationsdaten hoben die Stimmung.

Der Shanghai Composite Index legte am Vormittag 2,5 Prozent, der Shanghai Shenzhen Index 2,26 Prozent zu. In den vorangegangenen fünf Handelstagen hatten die Indizes angesichts wachsender Sorgen über die Lage der chinesischen Wirtschaft mehr als 20 Prozent eingebüßt. Der ChiNext für Technologiewerte, der dem Nasdaq in den USA ähnelt, eröffnete 1,57 Prozent höher bei 1990,34 Punkten.

Die Börse in Tokio setzte ihre Aufholjagd am Vormittag fort und folgte der Wall Street ins Plus. Der 225 Werte umfassende Nikkei Chart zeigen-Index lag 2,77 Prozent höher bei 19.088 Punkten. Der breiter gefasste Topix Chart zeigen-Index legte 3,13 Prozent auf 1547 Zähler zu.

Der Dow-Jones-Index Chart zeigen der Standardwerte in New York hatte am Donnerstag 2,3 Prozent höher auf 16.654 Punkten geschlossen. Der Dax war zuvor mit 10.315,62 Zählern und einem Plus von 3,18 Prozent aus dem Handel gegangen. Der Euro Chart zeigen wurde in Fernost kaum verändert mit 1,1254 Dollar gehandelt. Zum Yen notierte die US-Währung bei 121,12 Yen. Der Schweizer Franken wurde mit 0,9654 Franken je Dollar und 1,0864 Franken je Euro gehandelt.

Dass die Lage in China dennoch weiter angespannt bleibt, zeigte am Freitag eine erneute Geldspritze der Zentralbank. Über kurzfristige Liquiditätsgeschäfte - sogenannte SLOs - stellte sie umgerechnet 8,31 Milliarden Euro für den Interbanken-Geldmarkt zur Verfügung. Diese Kredite werden nach sieben Tagen fällig und haben einen durchschnittlichen Zinssatz von 2,35 Prozent.

Es ist bereits der zweite derartige Eingriff in dieser Woche: Am Mittwoch pumpte die chinesische Zentralbank umgerechnet fast 19 Milliarden Euro in den Geldmarkt.

brk/dpa

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insgesamt 7 Beiträge
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Seite 1
fatherted98 28.08.2015
1. Gähn...
...hoch, runter...gestern noch die Katastrophe...heute schon die Erholung....Erklärungen dafür hat keiner...auch die Zahlen aus den USA sind keine....alles Mumpitz...die Börse regiert sich selbst...und die Agierenden stehen nur am Spielfeld und können zuschauen. Die richtig großen Player die Einfluss haben sitzen in den Rechenzentren die den Börsen angeschlossen sind und die tausende Deals pro Minute...oder sogar Sekunde?...machen...da braucht keiner nach Erklärungen zu suchen.
Ichbines2 28.08.2015
2. So isses,
nur Zockerei der großen Player, die sich nicht nach irgendwelchen handfesten Fakten einen Trend sucht, sondern kopflos herumtrudelt, mit dem einzigen Ziel, die Kleinanleger abzuzocken: Setzen diese auf Erholung, geht's runter oder umgekehrt. Einen Tag werden positive US-Daten als gut bewertet, woraufhin man die Börsen hochzieht, den nächsten Tag werden genau dieselben Datel als möglichen Anlass für eine Zinserhöhung interpretiert und die Börsen werden runtergeprügelt. Irgendwelche Logiken gibt es da gar nicht: Wie gesagt: Ziel ist Abzocke der Kleinen.
praesidente 28.08.2015
3. Bö(r)se
Wer sich intensiv mit Aktien beschäftigt und viele Werte über Jahre verfolgt, muß feststellen, dass es schon lange nicht mehr um die Unternehmen geht, sondern dass Großanleger und Hochfrequenzhandel den Markt diktieren und die Kleinanleger geködert und abgezockt werden. Aktien sind - wenn man sich selbst keine festen Regeln auferlegt, sich konsequent daran hält und den Weg der kleinen Gewinnmitnahmen geht und mit Verlusten umgehen kann - für die meisten ein reines Glücksspiel. Da wäre es ratsamer, einen Abend am Roulettetisch zu verbringen. Das geht schneller. Heutzutage ist die Nähe der Rechner zu den Servern entscheidend. Im Hochfrequenzhandel testen die "Bots" primär nur den Markt, pushen oder lösen SL-Wellen aus. Sowas muss verboten werden. Es ist wie unsere gesamtes Finanzsystem ein perfides Betrugsmodell zu einem bestimmten Zweck: Umverteilung von Vermögen. Das Geld ist ja nicht weg. Es hat nur jemand anders. 10 Minuten Hochfrequenzhandel sind von der BAFIN nicht auswertbar. Wie sagte mal Dirk Müller: "Die Prüfer der BAFIN würden Wochen brauchen, um 10 Minuten Hochfrequenzhandel zu analysieren, um herauszufinden, ob alles mit rechten Dingen zuging."
Crom 28.08.2015
4.
Zitat von praesidenteWer sich intensiv mit Aktien beschäftigt und viele Werte über Jahre verfolgt, muß feststellen, dass es schon lange nicht mehr um die Unternehmen geht, sondern dass Großanleger und Hochfrequenzhandel den Markt diktieren und die Kleinanleger geködert und abgezockt werden. Aktien sind - wenn man sich selbst keine festen Regeln auferlegt, sich konsequent daran hält und den Weg der kleinen Gewinnmitnahmen geht und mit Verlusten umgehen kann - für die meisten ein reines Glücksspiel. Da wäre es ratsamer, einen Abend am Roulettetisch zu verbringen. Das geht schneller. Heutzutage ist die Nähe der Rechner zu den Servern entscheidend. Im Hochfrequenzhandel testen die "Bots" primär nur den Markt, pushen oder lösen SL-Wellen aus. Sowas muss verboten werden. Es ist wie unsere gesamtes Finanzsystem ein perfides Betrugsmodell zu einem bestimmten Zweck: Umverteilung von Vermögen. Das Geld ist ja nicht weg. Es hat nur jemand anders. 10 Minuten Hochfrequenzhandel sind von der BAFIN nicht auswertbar. Wie sagte mal Dirk Müller: "Die Prüfer der BAFIN würden Wochen brauchen, um 10 Minuten Hochfrequenzhandel zu analysieren, um herauszufinden, ob alles mit rechten Dingen zuging."
Als Kleinanleger mit langfristigen Horizont hat der Hochfrequenzhandel mal genau 0 Einfluss auf mich. Wenn Sie sich angeblich mit Aktien und Börse so beschäftigt hätten, wüssten Sie das auch.
Ichbines2 28.08.2015
5. langfristiger Horizont.....
völliger Quark, weil man nie im Voraus weiß, welche Aktien gerade gepusht und welche runtergeprügelt werden. Wer vor zwei Monaten mit langfristigem Ziel Aktien gekauft hat, liegt fett im Minus und im Moment gibt es zahlreiche Meinungen, die den Dax bei 8000 und weit tiefer sehen. Was sollen die vor zwei Monaten Eingestiegenen machen? 1. Verkaufen, dann realisieren sie Verlust. Möglicherweise steigen dann entgegen der derzeitigen Meinungen die Aktien wieder. oder 2. behalten, dann gehen sie immer weiter in den Verlust. Beispielhaft kann man Aktien anführen, die im Dauerverlust sind, z.B. Deutsche Bank, BHP u.v.a.m. Klar, kann man sagen, diese Anleger haben die falschen Aktien gekauft...., nur, wer weiß vorher, was richtig und falsch ist? Es ist und bleibt ABZOCKE, ob mit oder ohne HF-Handel.
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