Börsenreaktionen Märkte feiern Gipfel-Ergebnisse

Die Börsen reagieren erleichtert auf die Beschlüsse des Euro-Gipfels. Der Dax liegt deutlich im Plus, Euro und Bankaktien sind im Aufwind. Gute Nachrichten auch für Spanien und Italien: Die hohen Renditen ihrer Staatsanleihen sinken wieder.

Bulle vor der Frankfurter Börse: Erleichterung an den Finanzmärkten
AP

Bulle vor der Frankfurter Börse: Erleichterung an den Finanzmärkten


Frankfurt am Main - Ist es das Signal, auf das die Finanzmärkte von den Euro-Ländern so lange gewartet haben? Am Freitag war an den Börsen jedenfalls Erleichterung zu beobachten: Bis zum Nachmittag kletterte der deutsche Leitindex Dax Chart zeigen um mehr als dreieinhalb Prozent auf 6365 Punkte, der TecDax Chart zeigen gewann gut 2 Prozent. Auch der Euro Chart zeigen stieg nach den Gipfelbeschlüssen deutlich um 1,9 Prozent auf knapp 1,27 Dollar.

Auch an anderen europäischen Märkten war die Reaktion positiv. Der Londoner Index FTSE Chart zeigen gewann rund zwei Prozent, der französische CAC Chart zeigen stieg um gut 3,6 Prozent. In Madrid kletterten die Kurse der wichtigsten Aktien schon am Morgen im Schnitt um mehr als vier Prozent nach oben, in Italien um mehr als drei Prozent.

Gewinner waren vor allem die Banken, die von den Gipfelbeschlüssen profitieren könnten. Die Deutsche Bank Chart zeigen und die Commerzbank legten in Frankfurt am Main jeweils mehr als fünf Prozent zu, in Frankreich gewannen die Aktien der großen Geldsinstitute sogar sieben bis acht Prozent an Wert. Ähnlich hoch war das Plus bei Bank-Anteilsscheinen in Madrid.

Die Ergebnisse des EU-Krisengipfels haben auch die Stimmung an der Wall Street deutlich aufgehellt - und dem Dow Jones Chart zeigen am Freitag den zweitgrößten Tagesgewinn des Jahres beschert. Er gewann 2,20 Prozent hinzu und lag zu Handelsschluss bei 12.880,09 Punkten. Auf Wochensicht bedeutete dies einen Anstieg von 1,89 Prozent. Das Monatsplus von fast 4 Prozent war der größte Zugewinn seit Oktober 2011.

Schon am Donnerstagabend hatte die Wall Street nach einem Schlussspurt im Plus geschlossen, und auch die asiatischen Börsen beendeten den Handel mit einem kräftigen Aufschlag. Gerade als sich viele auf einen ruhigen Wochenausklang eingestellt hatten, hätten positive Aussagen aus Brüssel die Märkte wieder aufgeweckt, sagte Analyst Cameron Peacock von IG Markets.

Zinsen spanischer und italienischer Staatsanleihen sinken

In Brüssel hatten sich die Staats- und Regierungschefs der Euro-Zone darauf verständigt, den großen Krisenländern Spanien und Italien unter die Arme zu greifen. Darüber hinaus sollen künftig nicht nur Staaten, sondern auch Banken direkt auf die Rettungsfonds zugreifen können, sobald eine zentrale Finanzaufsicht installiert ist (siehe Infokasten mit den Gipfel-Beschlüssen in der linken Spalte). Zudem wurde ein Wachstumspakt über 120 Milliarden Euro beschlossen.

Die Staatsanleihen der angeschlagenen Euro-Länder Spanien und Italien profitierten mit einem massiven Rückgang der Zinssätze auf die Beschlüsse des EU-Gipfels. Die Rendite spanischer Zehnjahresbonds fiel von 6,92 auf 6,56 Prozent. Die Renditen ihrer italienischer Pendants fielen sogar unter die Sechs-Prozent-Marke. Auch die Kosten der Kreditausfallversicherungen (CDS) für die beiden Euro-Länder verringerten sich.

Für Belastung sorgten die Gipfelbeschlüsse unterdessen bei Bundesanleihen, die bei den Anlegern als besonders sicher gelten. Der richtungsweisende Euro-Bund-Future sank bis zum Mittag um 0,88 Prozent auf 140,47 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe stieg kräftig um zehn Basispunkte auf 1,61 Prozent.

nck/dpa/Reuters

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Seite 1
kdshp 29.06.2012
1. Die Börsen
Zitat von sysopdapdDie Börsen reagieren erleichtert auf die Beschlüsse des Euro-Gipfels. Der Dax eröffnet im Plus, der Euro steigt so stark wie seit einem Jahr nicht mehr. Gute Nachrichten auch für Spanien und Italien: Die hohen Renditen ihrer Staatsanleihen sinken wieder. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,841644,00.html
Hallo, ja ist auch logisch denn jetzt ist ja klar das deutschland zahlen wird UND das werden wir. Was ich mich frage: WER in deutschland wird dafür bluten müssen sprich sich noch mehr einschränken müssen zum wohl dieser EU?
regensommer 29.06.2012
2. Schön
Schön dass sich die "Märkte" freuen. Zwar hat Merkel mal was von "Die Beschlüsse die gefasst werden sind nicht für die Märkte sondern für die Menschen" gebrabbelt. Aber irgendwie scheinen diese schöngeistigen Ausflüsse nicht zu greifen.
PK2011 29.06.2012
3. Titel
Zitat von sysopdapdDie Börsen reagieren erleichtert auf die Beschlüsse des Euro-Gipfels. Der Dax eröffnet im Plus, der Euro steigt so stark wie seit einem Jahr nicht mehr. Gute Nachrichten auch für Spanien und Italien: Die hohen Renditen ihrer Staatsanleihen sinken wieder. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,841644,00.html
Das selbe Strohfeuer wie immer. Der Interessierte möge sich der ausländischen Wirtschaftspresse bedienen.
Möglw. 29.06.2012
4. Tipp
Zitat von kdshpHallo, ja ist auch logisch denn jetzt ist ja klar das deutschland zahlen wird UND das werden wir. Was ich mich frage: WER in deutschland wird dafür bluten müssen sprich sich noch mehr einschränken müssen zum wohl dieser EU?
Vollkommen richtig. Hier Samstagsgespräch: «Sich ärgern ist ein grosser Fehler» - Schweiz: Standard - tagesanzeiger.ch (http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Sich-aergern-ist-ein-grosser-Fehler/story/31426624) wird erklärt, wie das in der Politik läuft: Merkel spielt die Starke und jeder Profi weiß, dass sie stückweise einbrechen wird, um das Gesicht zu wahren. Genau durchlesen und lernen!
Tias-Berlin 29.06.2012
5. Bei den Nachrichten könnte man denken alles im LOT:)
gerade wer heute ARD schaut denkt "puh alles im Lot". "EU Gipfel Durchbruch!", "Märkte optimistisch", "Dax im hoch". Naja klaro, jetzt wird ja weiter gekauft in Südeuropa mit dem Geld der Steuerzahler aus Nordeuropa! Das die deutschen Staatsanleihen sich binnen Stunden schon verzehnfacht haben in Ihrer Rendite von 015% auf 1,66% und das mittelfristig dies den deutschen Staatshaushalt um 40-60 Milliarden belasten wird jährlich und natürlich eingespart werden muss. Kein Wort bei ARD und ZDF:) Da kann man nächstes Jahr wählen wen man will, die Fakten sind geschaffen!
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