Konjunktursorgen Börsen weltweit auf Talfahrt

Schlechte Stimmung bei den Anlegern: Weltweit sind die Börsenkurse abgestürzt. Der Dax schloss so niedrig wie zuletzt vor rund zwei Jahren.

Händler an der New Yorker Börse
JUSTIN LANE/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Händler an der New Yorker Börse


Die Nervosität der Anleger ist hoch: Weltweit kam es zu heftigen Kursverlusten. Neben den politischen Sorgen vermiesten durchwachsene Geschäftszahlen von US-Unternehmen die Laune der Investoren.

Die Aktienmärkte sind aus mehreren Gründen derzeit angespannt: Dazu zählen der anhaltende

Unternehmen wie der Baumaschinenhersteller Caterpillar verprellten die Anleger zudem mit ihrem Ausblick. Dessen Aktien stürzten um rund zehn Prozent ab. Auch der Mischkonzern 3M litt unter dem starken US-Dollar, der sich negativ auf den Jahresüberschuss auswirken soll.

Nachdem der US-Leitindex Dow Jones Industrial bis auf den tiefsten Stand seit Juli abgerutscht war, konnte er sein Minus immerhin etwas eindämmen - gegen Mittag Ortszeit büßte er noch rund 1,4 Prozent auf 24.969 Punkte ein. Nicht besser erging es dem marktbreiten S&P 500, der 1,6 Prozent auf 2711 Punkte verlor. Bereits zu Wochenbeginn hatten beide Indizes nachgegeben. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100, der am Montag noch zugelegt hatte, sackte um 2,1 Prozent auf 6993 Zähler ab.

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Der deutsche Leitindex Dax fiel um 2,2 Prozent auf 11.274 Zähler und schloss damit so niedrig wie zuletzt im Dezember 2016. Der EuroStoxx50 rutschte um 1,5 Prozent auf 3141 Zähler ab. Belastet wurden beide Indizes auch von einem Kurssturz bei Bayer nach einem US-Gerichtsentscheid zu Glyphosat.

Am Rohstoffmarkt stand die Talfahrt der Ölpreise im Fokus. Denn Saudi-Arabien hat eine sichere Versorgung zugesagt. Dies löste Spekulationen auf eine steigende Ölförderung des Königreiches aus. Öl der Sorte Brent aus der Nordsee verbilligte sich um 3,6 Prozent auf ein Sechs-Wochen-Tief von 76,97 Dollar.

brt/Reuters/dpa

insgesamt 13 Beiträge
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quizzz 23.10.2018
1. Locker bleiben
Aktien bringen nun einmal so gute Renditen, weil sie volatil sind. Und da man nur Geld in Aktien investieren sollte, das man erst langfristig braucht, kann man diese ganzen Stromschnellen einfach aussitzen...und im Idealfall günstig nachkaufen.
lupo62 23.10.2018
2. Schluß mit lustig
Dem aufmerksamen Beobachter war natürlich nicht entgangen, dass die Börse nach einem beispiellosen Höhenflug über mehrere Jahre Anfang 2017 in ausgeglicheneres Fahrwasser geraten war. 1 1/2 Jahre haben sich Gewinn und Verlust die Waage gehalten - und jetzt geht es eben mal kräftig nach unten. Für Leute mit Geld kein Problem, die sitzen das aus. Wer zu spät mit geliehenen Geld eingestiegen ist, dürfte jetzt schlaflose Nächte haben. Und die Cleverles, die hier bei SPON laufhals ihre ihre Strategie "mit 40 bin ich reich und brauche nie mehr zu arbeiten" verkündeten, müssen eben noch ein paar Jahre dranhängen. Es gibt schlimmeres.
lahozdeoro 23.10.2018
3. Aktienkurse
Ich versteh das Gejammer nicht. Erstens gibt es nun mal kein ewiges Wachstum, was für eine schwachsinnige Vorstellung. Und zweitens kann man dann endlich mal wieder ein wenig billiger in die Aktien einsteigen und genau das werde ich demnächst tun.
TS_Alien 23.10.2018
4.
Aktien sind Spekulationsobjekte. Selten sind deren Kurse nachvollziehbar oder nachhaltig. Letztendlich geht es den großen Marktteilnehmern darum, mit Aktien kurzfristig Geld zu verdienen. Da sind die Kurse und deren Entwicklung nebensächlich. Man kann - leider - mit allen Kursentwicklungen Geld verdienen, selbst mit den dubiosesten Wetten und Nebengeschäften (auch abseits der Börse). Der Privat"anleger" ist im Meer der großen Marktteilnehmer ein ganz kleiner Fisch. Dafür zahlen viele Lehrgeld.
schwäbischalemannisch 23.10.2018
5. @#4- auch der Kleinanleger kann und könnte
an der Börse Geld verdienen. Dazu braucht er aber die richtige Einstellung. Im Normalfall kauft der Kleinanleger die Aktien teuer von den institutionellen ab. Und verkauft sie dann wieder wenn die gefallen sind. Aktien sind ja Teufelszeug und viel zu riskant. Einmal und nie wieder. Gut. Die Banken sind auch schuld, da die den kleinen Leuten immer zur falschen Zeit die falschen Produkte verkaufen. Und die dann hängen lassen.
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