Börsengang: Rohstoffkonzern Glencore nimmt zehn Milliarden Dollar ein

Das Unternehmen profitiert massiv von den steigenden Rohstoffpreisen. Glencore hat seinen Gewinn zuletzt um 41 Prozent gesteigert. Nun ist der größte Schweizer Konzern an die Börse gegangen - und profitiert davon mit Einnahmen von rund zehn Milliarden Dollar.

Zürich - Es ist vollbracht: Der Schweizer Rohstoffkonzern Glencore ist seit Donnerstag an der Börse notiert. Der Schritt brachte dem Unternehmen nun zehn Milliarden Dollar ein. Die Ausgabe der Aktien an den Börsen in London und Hongkong sei ein Erfolg, teilte Glencore am Donnerstag in der Schweizer Ortschaft Baar mit. Investoren weltweit hätten großes Interesse gezeigt. Glencore hätte demnach noch mehr Aktien als angeboten verkaufen können.

Der Preis wurde auf 530 Pence je Aktie festgelegt. Damit liegt der Ausgabepreis wie schon erwartet in der Mitte der Preisspanne von 480 bis 580 Pence, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte.

Bisher können nur Brancheninsider mit dem Namen des verschwiegenen Konzerns mit Sitz in der Schweiz etwas anfangen. Dabei spielt Glencore in einer Liga mit den ganz großen Dax-Unternehmen. Die Firma machte im vergangenen Jahr 145 Milliarden Dollar Umsatz - deutlich mehr als etwa Siemens.

Mit dem Geld kann Glencore nun zukaufen. Der Konzern ist einer der großen Rohstoffkonzerne weltweit und machte im vergangenen Jahr einen Gewinn von 3,8 Milliarden Dollar. Glencore handelt mit Metallen wie Zink, Kupfer, Blei und Aluminium, mit Öl und Kohle sowie auch mit landwirtschaftlichen Produkten wie Baumwolle, Weizen oder Zucker.

cte/dpa/AFP

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1. Ist doch interessant
crocodil 19.05.2011
wie so ein Unetrnehmen an so einen Umsatz kommt. Die Firma machte im vergangenen Jahr 145 Milliarden Dollar Umsatz - deutlich mehr als etwa Siemens. Früher sagte man mal, es war die Ausbeutung der Entwicklungsländer - dort arbeiten die Leute für 2€ am Tag - aber die Leute sind halt clever und verstehen die Preise zu kontrollieren.
2. Ausbeutung der Entwicklungsländer ?
siginamibia 19.05.2011
Zitat von crocodilwie so ein Unetrnehmen an so einen Umsatz kommt. Die Firma machte im vergangenen Jahr 145 Milliarden Dollar Umsatz - deutlich mehr als etwa Siemens. Früher sagte man mal, es war die Ausbeutung der Entwicklungsländer - dort arbeiten die Leute für 2€ am Tag - aber die Leute sind halt clever und verstehen die Preise zu kontrollieren.
Hier ein Beispiel aus einer Namibischen Tageszeitung, The Namibian: http://www.namibian.com.na/index.php?id=28&tx_ttnews[tt_news]=80844&no_cache=1 Die staatliche Oelgesellschaft NAMCOR ist Pleite seitdem sie sich mit Glencore eingelassen hat. Die Geschäfte mit den Vorgängern von Glencore (BP, SASOL) waren über Jahre profitabel, NAMCOR konnte sogar Dividenden an die Regierung ausschütten. Die Rechnung wird beglichen vom Volk, den Verbrauchern und Steuerzahlern.
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