Börsenkönig Steve Jobs Apple ist Wertweltmeister

Jetzt ist es so weit: Apple ist das kostbarste Unternehmen der Welt. Mit einem Börsenwert von 337 Milliarden Dollar stieß der Elektronikriese den Ölmulti Exxon Mobil vom Thron.

Apple-Store in New York: Krönende Geschichte einer beeindruckenden Wiedergeburt
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Apple-Store in New York: Krönende Geschichte einer beeindruckenden Wiedergeburt


New York - Der Hype um iPads, iPhones und andere iProdukte hat sich für Apple Chart zeigen gelohnt: Der Elektrokonzern ist jetzt das wertvollste Unternehmen der Welt. Am Mittwoch schaffte es das Unternehmen erstmals auch nach Börsenschluss, mehr wert zu sein als der Ölmulti Exxon Mobil Chart zeigen.

Die Aktien von Exxon Mobil kosteten an der Wall Street zuletzt 68,03 Dollar, was dem Unternehmen eine Marktkapitalisierung von rund 331 Milliarden Dollar einbrachte. Die Apple-Aktie war 363,69 Dollar wert - der Hersteller, der mit einem angebissenen Apfel wirbt, kam damit auf eine Marktkapitalisierung von 337 Milliarden Dollar. Am Dienstag hatte Apple bereits zeitweise vor Exxon gelegen - bei Börsenschluss war der Energiekonzern jedoch wieder eine Milliarde Dollar mehr wert gewesen als der Computerriese.

Für Apple ist der Titel des wertvollsten Unternehmens die Krönung einer beeindruckenden Wiedergeburt unter der Führung von Mitgründer Steve Jobs: Als der einst geschasste Jobs 1997 zu Apple zurückkam, steuerte das Unternehmen gerade auf eine Pleite zu. Mit dem Computer iMac gelang es dem neuen Konzernchef, den Fall aufzuhalten. Danach folgte eine beispiellose Erfolgsserie: Mit dem 2001 vorgestellten und zunächst unterschätzten Musikplayer iPod eroberte Apple das Musikgeschäft. Das 2007 gestartete iPhone krempelte die Mobilfunk-Branche um. Mit dem iPad dominiert Apple seit vergangenem Jahr den neuen Markt der Tablet-Computer und macht anderen PC-Herstellern zu schaffen. So überholte Apple den Erzrivalen Microsoft beim Börsenwert bereits im vergangenen Jahr.

400-Dollar-Marke in Sicht

Ähnlich imposant entwickelte sich in den vergangenen Jahren die Apple-Aktie. Vor zehn Jahren kostete das Papier weniger als zehn Dollar. Die 100-Dollar-Marke knackte Apple erst im Frühjahr 2007, wenige Wochen vor dem Start des iPhone. Im Sommer war sie dann bereits fast 150 Dollar wert und kratzte zum Jahresende an der Schwelle zu 200 Dollar.

Sorgen um die Gesundheit von Konzernchef Jobs ließen das Papier dann Anfang 2009 wieder unter 100 Dollar fallen. Jobs, der als zentrale treibende Kraft hinter den Apple-Erfolgen gilt, nahm sich eine sechsmonatige Auszeit. Später wurde bekannt, dass er eine Spenderleber bekam. Das restliche Top-Management unter Jobs' Vertreter Tim Cook konnte jedoch die Anleger überzeugen - und inzwischen steigt die Aktie auch während Jobs gerade wieder offiziell eine Pause wegen Gesundheitsproblemen macht. Im Juli ging es mit der Apple-Aktie hinauf bis auf fast 400 Dollar, bevor der Kurs im Zuge der Turbulenzen an den Finanzmärkten etwas absackte.

Exxon Mobil wurde hingegen stärker in den Strudel der weltweiten Konjunktursorgen gezogen, die Aktie schwingt oft mit dem Ölpreis mit. Im Frühjahr noch stieg das Papier zeitweise bis auf knapp 88 Dollar. In den vergangenen Wochen fiel es deutlich.

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Steve Jobs: Der Apple-Boss

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insgesamt 156 Beiträge
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Schwede2 11.08.2011
1. Wer hoch fliegt, kann auch tief fallen.
Zitat von sysopJetzt ist es soweit: Apple ist das*kostbarste Unternehmen der Welt. Mit einem Börsenwert von 337 Milliarden Dollar stieß* der Elektronikriese den Ölmulti Exxon Mobil vom Thron. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,779572,00.html
Apple macht LifeStyle-Produkte. Wirklich brauchen tut die kein Mensch. Mal sehen, wenn die Finanzkrise ihre Kinder gefressen hat, was dann vom Apple-Wert noch übrig ist. Also ich würde mir eher Procter+Gamble- oder Nestle-Aktien kaufen. Gegessen wird immer und den Hintern muss man sich dann auch irgendwann abputzen. Aber wer braucht dann noch ein Play-Board á la iPad?
reflexxion 11.08.2011
2. Apple funktioniert wie die katholische Kirche
mit Hilfe von Ritualen wird ein Glauben stabilisiert und durch eine immer gleiche Liturgie in den medien den Kunden suggeriert "man/frau" brauche das Alles. Die einen haben ein Kreuz als Symbol, die anderen einen angebissenen Apfel. Die einen haben die Sakramente "Taufe, Firmung, Eucharistie, Beichte, Krankensalbung, Weihesakrament und Ehe" die anderen haben die i*-Produkte, also iMac, iPod, iPhone, iPad aber auch Dienste wie iWork.com, iTunes store und iClouds und Software wie iWork, iOS, iLife, iChat und eben iTunes. die einen glauben an ihren Gott die anderen an Steve Jobs. Mit logischen Argumenten darf man beiden nicht kommen und ein Unfehlbarkeitsdogma haben sie beide auch.
ergoprox 11.08.2011
3. ...
Wertweltmeister? So ein Schwachsinn. Es geht lediglich um eine völlig irrationale *Be*wertung durch mehr oder minder begabte Spekulanten-->vom Investmentfond bis zu Oma Erna.
lassehoffe, 11.08.2011
4. Herzlichen Glückwunsch!
Zitat von sysopJetzt ist es soweit: Apple ist das*kostbarste Unternehmen der Welt. Mit einem Börsenwert von 337 Milliarden Dollar stieß* der Elektronikriese den Ölmulti Exxon Mobil vom Thron. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,779572,00.html
Alles richtig gemacht, Steve! Ein gutes Gefühl, dass sich Qualität irgendwann durchsetzt. Und für alle anderen gibt es ja noch aldiroid ;-)
thefatrat 11.08.2011
5. Schon richtig
Zitat von reflexxionmit Hilfe von Ritualen wird ein Glauben stabilisiert und durch eine immer gleiche Liturgie in den medien den Kunden suggeriert "man/frau" brauche das Alles. Die einen haben ein Kreuz als Symbol, die anderen einen angebissenen Apfel. Die einen haben die Sakramente "Taufe, Firmung, Eucharistie, Beichte, Krankensalbung, Weihesakrament und Ehe" die anderen haben die i*-Produkte, also iMac, iPod, iPhone, iPad aber auch Dienste wie iWork.com, iTunes store und iClouds und Software wie iWork, iOS, iLife, iChat und eben iTunes. die einen glauben an ihren Gott die anderen an Steve Jobs. Mit logischen Argumenten darf man beiden nicht kommen und ein Unfehlbarkeitsdogma haben sie beide auch.
Das mag ja alles sein, was man dabei aber nicht übersehen darf ist, dass Apple einfach sehr gute Produkte herstellt. Ich bin vor ca. einem Jahr vom PC auf ein Macbook umgestiegen. Die "Religiösität" mancher Apple-Anhänger hatte mich lange Zeit davon abgehalten. Natürlich ist ein Apple nicht fehlerfrei. Aber seit dem Umstieg muss ich mich viel weniger mit dem Rechner auseinandersetzen und kann mich mehr auf die Arbeit konzentrieren.
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