Transfererlöse Dembélé und Aubameyang bescheren Borussia Dortmund Rekordumsatz

Sportlich lief es in der vergangenen Saison enttäuschend für den BVB. Auch der Umsatz mit Fanartikeln war rückläufig. Millionenschwere Transfers retteten die Bilanz des börsennotierten Klubs.

BVB-Fanshop in Dortmund
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Borussia Dortmund hat das vergangene Geschäftsjahr mit Rekordergebnissen abgeschlossen. Der Gewinn des börsennotierten Fußballklubs stieg um 8,2 Millionen auf 28,4 Millionen Euro, der Umsatz wuchs um 130,3 Millionen auf 536 Millionen Euro. Erst im vergangenen Jahr hatte der Bundesligist die 400 Millionen-Marke geknackt.

222 Millionen Euro des aktuellen Umsatzes seien "allein auf Transfer-Erlöse" zurückzuführen, sagte der Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke. Gemeint sind vor allem die Rekordtransfers von Ousmane Dembélé und Pierre-Emerick Aubameyang nach Spanien und England.

Bereinigt um die Transfers musste Borussia Dortmund beim Umsatz hingegen ein Minus von 4,6 Prozent hinnehmen. Der BVB begründete das mit mangelndem sportlichen Erfolg sowie geringeren Einnahmen in der Champions League.

Fanartikelverkauf bricht ein

So gingen allein die Erlöse aus dem Verkauf von Fanartikeln im Vorjahresvergleich um fast zehn Millionen Euro auf 29,4 Millionen Euro zurück. Das ist ein Einbruch um mehr als 25 Prozent. Watzke hielt dennoch an langfristigen Zielen fest: Bis 2025 solle der BVB auch ohne Transfer-Erlöse mehr als 500 Millionen Euro Umsatz erzielen.

Bei den Ausgaben für die Profis hat der Verein seit Januar rund 100 Millionen Euro in neue Spieler investiert. Der Etat für Lizenzspieler liegt bei 130 Millionen Euro - er könne sich jedoch bis Anfang September ändern, sagte Watzke. Das Transfer-Fenster in der Bundesliga wird am 31. August geschlossen.

Der Geschäftsführer will dem Aufsichtsrat vorschlagen, 5,5 Millionen Euro an die Aktionäre auszuschütten - das wären wie im Vorjahr sechs Cent je Anteilsschein.

Obwohl der Verein wirtschaftlich seine Bestmarken übertraf, sprach Watzke von einer sportlich enttäuschenden Saison. "Es ist nicht unser Anspruch, mit 55 Punkten am Ende auf Platz 4 zu landen und auch noch auf die Hilfe anderer Vereine angewiesen zu sein."

Er erinnerte aber auch an den Anschlag auf den BVB-Bus in der vergangenen Spielzeit. "Das hat uns sehr geprägt. Einige Spieler mussten dem Attentäter als Zeugen im Prozess gegenübersitzen und dann zwei Tage später spielen", sagte Watzke. Er sei enttäuscht, dass die Mannschaft für ihre Leistung dennoch "brutal kritisiert wurde".

ire/dpa-AFXP



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