Wirtschaft

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VW-Papier enthüllt

Bosch an Absprachen der Autokonzerne beteiligt

Bei den Absprachen von Daimler, BMW, Audi, Porsche und VW war auch Bosch involviert. Das geht aus einem Schriftsatz hervor, den die Kartellwächter in Bonn nach Informationen des SPIEGEL jetzt erhalten haben.

Von und

DPA

Auto mit Bosch-Aufkleber

Freitag, 28.07.2017   13:58 Uhr

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Beim Bundeskartellamt in Bonn ist in der vergangenen Woche ein weiterer VW-Schriftsatz mit Details zu möglichen Absprachen zwischen den fünf Autobauern Volkswagen, BMW, Daimler, Porsche und Audi eingegangen. In dem Papier hat VW weitere Fälle dokumentiert, bei denen es zu möglichen Verstößen gegen das Wettbewerbsrecht gekommen ist. Erstmals taucht in dem Papier auch der Stuttgarter Elektronikkonzern Bosch auf. (Lesen Sie hier die ganze Geschichte im neuen SPIEGEL.)

Bosch soll dabei geholfen haben, eine sogenannte "Dosierstrategie" für AdBlue zu entwickeln. Es ist ein besonders heikler Fall. Denn eine sparsame Dosierung führt dazu, dass die Stickoxide weniger gereinigt werden, Abgasgrenzwerte möglicherweise nur auf dem Teststand eingehalten werden und auf der Straße nicht mehr. Nach einem Treffen von Daimler, BMW, Audi, Volkswagen und Bosch am 19. Oktober 2006 hielt ein VW-Manager fest: "Alle wollen eine Limitierung" der AdBlue-Einspritzung "wegen der begrenzten Größe der Harnstofftanks. Keiner will die wahre Motivation dieser Limitierung den Behörden (CARB, EPA) berichten." CARB und EPA sind die US-Umweltbehörden, die neun Jahre später den Dieselskandal enthüllten und Volkswagen, Audi und Porsche Betrug nachweisen konnten.

Wie der SPIEGEL weiter berichtet, haben die Autobauer auch versucht, sich über die Abgasstrategie auf dem koreanischen Markt abzustimmen, nachdem Modelle von Mercedes bei Tests der koreanischen Behörden auffällig geworden waren. So wollten die Autobauer verhindern, dass die koreanischen Behörden eigene Tests und Zulassungsverfahren einführten, weil die deutschen Diesel-Fahrzeuge den Anforderungen nicht gewachsen waren. Keiner der Autokonzerne wollte sich zu Details äußern. BMW teilte mit, dass nicht jeder Informationsaustausch zwischen im Wettbewerb befindlichen Unternehmen unzulässig sei. Bosch sagt: Dem Unternehmen seien keine Details zu den Vorgängen bekannt.

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