Milliardenverluste: Bosch macht Solarsparte dicht

Die Subventionen sinken, die Konkurrenz aus China wird übermächtig: Das Solargeschäft hat Bosch Milliardenverluste eingebracht, nun zieht der Konzern die Reißleine. Auf rund 3000 Mitarbeiter kommt laut Konzernchef Denner "eine schwierige Zeit" zu.

Mitarbeiterin von Bosch Solar Energy in Arnstadt: Anfang 2014 ist Schluss Zur Großansicht
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Mitarbeiterin von Bosch Solar Energy in Arnstadt: Anfang 2014 ist Schluss

Stuttgart - Der schwäbische Technikkonzern Bosch steigt aus dem Solargeschäft aus. "Aufgrund der veränderten Marktbedingungen haben wir keine Chance auf eine dauerhafte Verbesserung gesehen", begründete Bosch-Chef Volkmar Denner am Freitag in Stuttgart die Entscheidung. "Den massiven Preisdruck in einem immer schwieriger werdenden Markt konnten wir nicht auffangen." Von der Entscheidung sind rund 3000 Beschäftigte betroffen. "Wir sind uns bewusst, dass den Mitarbeitern nun eine schwierige Zeit bevorsteht", sagte Denner.

Den Angaben zufolge sollen die Fertigung von kristallinen Solarzellen am Hauptsitz im thüringischen Arnstadt Anfang 2014 eingestellt und sämtliche Entwicklungs- und Vertriebsaktivitäten beendet werden. Sein Werk in Frankreich will Bosch verkaufen, ebenso wie die Anteile an der Tochter Aleo Solar. Den Solarstandort in Erfurt hatte Bosch bereits Ende 2012 geschlossen. Einzig das Werk in Brandenburg an der Havel soll zunächst weitergeführt werden. Über dessen Zukunft werde später entschieden, hieß es.

Bereits Ende Januar hatte Bosch berichtet, dass seine Solaraktivitäten keinen buchhalterischen Restwert mehr besäßen. In den Büchern stünden praktisch nur noch die Grundstückswerte. Nach einem ruinösen Preiswettbewerb durch Billigkonkurrenz aus China steht die gesamte Branche derzeit enorm unter Druck - seit Ende 2011 häufen sich in Deutschland die Pleiten von Solarunternehmen. Als Auslöser gelten neben dem Preisverfall auch sinkende Subventionen für die Branche.

Über die Jahre häufte die Solarsparte laut Denner einen Verlust von fast zweieinhalb Milliarden Euro an. "Derartige Verluste sind langfristig für Bosch nicht tragbar", sagte er. Die Kosten für den Ausstieg kämen noch hinzu. Eine Größenordnung nannte Denner dazu nicht.

dab/dpa/Reuters

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insgesamt 381 Beiträge
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1.
M. Michaelis 22.03.2013
Wieder holt die Realität einen Teil der Energiewende ein. Die Solarökonomie scheitert weltweit bevor sie auch nur den Subventions- und Fördersumpf verlassen hat. Als nächstes wird die Windökonomie wegbrechen. Am Ende wird die Energiewende nicht nur technisch sondern auch ökonimisch fulminant scheitern. Wie bei allen ideologisch getriebenen Projekten wird man das aber einsehen wenn man das Desaster nicht mehr verbergen kann. Es wird also noch längere Zeit so weiter gehen.
2.
gaia71 22.03.2013
Das war vorauszusehen, das betriebs- und marktwirtschaftliche Desaster sogenannte Energiewende ist net mehr zu halten und auch die Medien können darüber mit diversen Kampagnen net mehr hinwegtäuschen. Das Kartenhaus aus Lügen und Betrug fällt nun insich zusammen und unserer Lobbypolitik krachend auf die Füsse. Mal sehen, wem die Schuld dafür von der Lobbypolitik in die Schuhe geschoben werden soll. Gottseidank ist Wahljahr; herzlichen Glückwunsch Herr Trittin, Frau Roth, Herr Rösler, Herr Steinbrück , Herr Altmaier und Frau Merkel zu der Blamage.
3. Die Windenergie wird überleben...
kantundco 22.03.2013
Zitat von M. MichaelisWieder holt die Realität einen Teil der Energiewende ein. Die Solarökonomie scheitert weltweit bevor sie auch nur den Subventions- und Fördersumpf verlassen hat. Als nächstes wird die Windökonomie wegbrechen. Am Ende wird die Energiewende nicht nur technisch sondern auch ökonimisch fulminant scheitern. Wie bei allen ideologisch getriebenen Projekten wird man das aber einsehen wenn man das Desaster nicht mehr verbergen kann. Es wird also noch längere Zeit so weiter gehen.
... denn da hängen zu dicke Fische drin. Bevor Siemens und andere da aussteigen, fließt noch viel Steuergeld an die Konzerne...
4.
ewsz 22.03.2013
Zitat von gaia71Das war vorauszusehen, das betriebs- und marktwirtschaftliche Desaster sogenannte Energiewende ist net mehr zu halten und auch die Medien können darüber mit diversen Kampagnen net mehr hinwegtäuschen.
Man ließt wirklich interessiert Ihre substanzlosen Beiträge. Ist jetzt auch die Automobilindulstrie in Deutschland endgültig gescheitert: Opelwerker glauben nicht mehr an die Zukunft des Standorts Bochum - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/opelwerker-glauben-nicht-mehr-an-die-zukunft-des-standorts-bochum-a-872007.html) Sie meinen die Lügen (bzw. Unkenntnis) die Sie hier verbreiten? Ich denke, dass nicht alle solcher falscher Propaganda, wie von Ihnen verbreitet glauben schenken: Für die Energiewende: Zwei Drittel der Deutschen nehmen höhere Strompreise in Kauf (http://www.stromklar.de/fuer-die-energiewende-zwei-drittel-der-deutschen-nehmen-hoehere-strompreise-in-kauf-2373.html)
5. Antritt zur Niederlage
marillo 22.03.2013
Tja...eigentlich absehbar...wenn die schwäbische Führungsriege mit Worten "ich bin angetreten um zu siegen" immer mehr druck nach unten durchreicht, um schnelle Gewinne zu machen, ohne dass vorher wirklich ausführliche Investitionskalkulationen und Risikoabschätzungen angestellt zu haben. Um jeden einzelnen Mitarbeiter, der zum Teil auch erst vor kurzem eingestellt wurde tut es mir leid. Ich wünsche vor allem den 'ausführenden' mitarbeitern, dass sie schnell eine gute anschlussbeschäftigung finden! Was Robert Bosch wohl dazu gesagt hätte. ..?!
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