Streit um russische TNK-BP: BP muss Aktionär 2,5 Milliarden Euro zahlen

BP hat wieder Ärger wegen seiner Beteiligung an der russischen TNK-BP: Der Ölkonzern soll einem Aktionär 2,5 Milliarden Euro zahlen. Grund ist eine Vertragsverletzung.

BP-Logo: Ein Gericht in Sibirien entschied über die Klage Zur Großansicht
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BP-Logo: Ein Gericht in Sibirien entschied über die Klage

London - Im Russland-Abenteuer des britischen Ölriesen BP geht ein unerfreuliches Kapitel zu Ende: BP soll im Streit um seine russische Gemeinschaftsfirma TNK-BP eine Strafe von umgerechnet 2,5 Milliarden Euro wegen Vertragsverletzung zahlen. Das entschied am Freitag ein Gericht in Sibirien, wie der Anwalt des Klägers mitteilte.

BP hatte im vergangenen Jahr mit Russlands größtem Ölkonzern Rosneft eine Zusammenarbeit bei Ölbohrungen in der Arktis vereinbart - dagegen klagte der am Gemeinschaftsunternehmen TNK-BP beteiligte Aktionär Andrej Prochonow. Er bekam nun Recht und soll von BP 100,3 Milliarden Rubel (2,5 Milliarden Euro) erhalten.

BP hatte das Gemeinschaftsunternehmen TNK-BP 2003 zusammen mit dem Konsortium Alfa Access-Renova (AAR) gegründet, dem vier russische Milliardäre angehören. Die 2011 vereinbarte Zusammenarbeit mit Rosneft war nur einer von vielen Streitpunkten. Die Allianz in der Arktis kam schließlich nicht zustande - und BP kündigte vor wenigen Wochen an, es wolle sich von seinem Anteil an TNK-BP trennen.

yes/AFP

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insgesamt 3 Beiträge
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1. Schön ...
morpholyte 27.07.2012
Zitat von sysopBP hat wieder Ärger wegen seiner Beteiligung an der russischen TNK-BP: Der Ölkonzern soll einem Aktionär 2,5 Milliarden Euro zahlen. Grund ist eine Vertragsverletzung. BP: Konzern muss 2,5 Milliarden Euro an Aktionär von TNK-BP zahlen - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,846742,00.html)
... das die Dummheit westlicher Konzernlenker russische Oligarchen noch reicher macht. Aber BP hats ja. Haben die eigentlich schon alles für die von ihnen verursachte Jahrhundertkastastrophe im Golf von Mexiko bezahlt ???
2. Geduld Geduld!
MiniDragon 27.07.2012
Zitat von morpholyte... Haben die eigentlich schon alles für die von ihnen verursachte Jahrhundertkastastrophe im Golf von Mexiko bezahlt ???
Wer Verursacher war und wer für den Schaden zu ersetzen hat, daüber wird noch gestritten. Solche Prozesse können sehr lange dauern.
3. Die Qualität russischer Gerichte
Galgenstein 30.07.2012
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen und wer beklagt wird hat eigentlich schon verloren. Auf eine unabhängige Sachverhaltsdarstellung legen Richter keinen Wert. Urteile werden von der Staatsanwaltschaft vorgefertigt. All das ist natürlich ein Witz und hat mit der vielbeschworenen "Herrschaft des Rechts" nichts zu tun. Russland hat noch einen langen Weg vor sich was die Qualität der Gerichtsbarkeit anbelangt.
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