London - Die Geschäfte beim britischen Ölkonzern BP laufen besser als erwartet. Der bereinigte Gewinn zu Wiederbeschaffungskosten ging zwar wegen geringerer Ölpreise von 4,7 Milliarden auf 4,2 Milliarden Dollar zurück, wie das Unternehmen am Dienstag in London mitteilte. Damit übertraf BP jedoch deutlich die Schätzungen von Analysten.
In den ersten drei Monaten förderte BP 2,33 Millionen Barrel an Öl am Tag. Dies waren fünf Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, aber zwei Prozent mehr als im Schlussquartal 2012.
Im Raffineriegeschäft verdiente BP mit 1,3 Milliarden Dollar deutlich mehr als im Vorjahreszeitraum. Dazu trug vor allem der Handel mit Kraftstoffen bei. Im Auftaktquartal 2012 hatte das Unternehmen 490 Millionen Dollar ausgewiesen.
Das Geschäft mit der Umwandlung von Öl in Benzin und anderen Produkten verbessere sich. Die weltweiten Raffineriemargen legten im ersten Quartal auf 17,80 Dollar je Barrel zu, nach 14,75 Dollar je Barrel ein Jahr zuvor.
Konzernchef Bob Dudley hat BP nach der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko im Jahr 2010 umgebaut und sich von zahlreichen Unternehmensteilen getrennt. Zuletzt hatte der Konzern die Hälfte seines Anteils am russischen Gemeinschaftsunternehmen TNK-BP für eine Milliardensumme verkauft. Der Nettogewinn verdreifachte sich dank dieses Anteilsverkaufs auf 16,9 Milliarden Dollar.
Die Kosten für die Nachwirkungen der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko belaufen sich mittlerweile auf mehr als 42 Milliarden Dollar.
ssu/dpa-AFX
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