Leuven - Von Becks bis Budweiser: Dank zahlreicher Marken ist das belgische Unternehmen Anheuser-Busch Inbev
der weltweit größte Brauereikonzern. Nun kommt ein weiterer bekannter Name ins Portfolio: Für 20,1 Milliarden Dollar übernimmt AB Inbev die zweite Hälfte der Anteile an der mexikanischen Grupo Modelo, dem Hersteller von Corona.
Den Angaben zufolge zahlt Inbev pro Aktie 9,15 Dollar. Für die Aktionäre des mexikanischen Unternehmens bedeutet dies einen Zuschlag von 30 Prozent zum Aktienwert vom 22. Juni, als die ersten Gerüchte der geplanten Übernahme aufkamen. Laut Inbev soll der Zusammenschluss der beiden Brauereien Synergieeffekte von jährlich rund 600 Millionen Dollar ermöglichen. Grupo Modelo solle aber seinen Namen und Sitz in Mexiko behalten.
Nach Abschluss der Übernahme will der belgische Brauereikonzern einen Teil der Investitionen wieder hereinholen, indem er 50 Prozent der Anteile an dem US-Importeur von Corona, Crown Imports, für 1,85 Milliarden Dollar an die US-Getränkegruppe Constellation Brands abgibt, wie diese Firma separat mitteilte. Constellation Brands, die vor allem im Weinmarkt aktiv ist, besitzt bereits 50 Prozent an Crown Imports.
Inbev war 2004 aus der Fusion der belgischen Interbrew mit dem brasilianischen Brauer Ambev hervorgegangen. Vier Jahre später kam das Unternehmen durch die Übernahme des bisherigen Branchenprimus' Anheuser Busch in den Besitz von 50 Prozent der Grupo-Modelo-Anteile. An der Börse legten Aktien von Inbev im frühen Handel um gut ein Prozent zu.
dab/dpa/AFP
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