Patrouillenboote Australien vergibt Milliardenauftrag an Bremer Lürssen-Werft

Die Bremer Lürssen-Werft bekommt den Zuschlag für einen großen Rüstungsauftrag: Australiens Marine ordert zwölf neue Patrouillenboote. Gebaut werden die Schiffe allerdings nicht in Deutschland.

Küstenschutzboot der Lürssen-Gruppe (Archiv)
DPA

Küstenschutzboot der Lürssen-Gruppe (Archiv)


Die australische Regierung hat einen Milliardenauftrag zum Bau von zwölf Patrouillenbooten an die Bremer Lürssen-Werft vergeben. Das teilte Premierminister Malcolm Turnbull am Freitag in Sydney mit. Der Auftrag habe ein Volumen von vier Milliarden australischen Dollar (umgerechnet rund 2,6 Milliarden Euro). Der Baubeginn im australischen Adelaide sei ab Mitte kommenden Jahres vorgesehen.

Den Patrouillenbooten sei "eine wichtige Rolle beim Schutz der Grenzen" Australiens zugedacht, betonte Turnbull. Die Boote aus deutscher Produktion hätten eine größere Reichweite und bessere Leistung als die gegenwärtige Patrouillenboot-Flotte. Die australische Marine könne künftig "umfassendere Operationen unternehmen".

Die Lürssen-Werft hatte sich bei der Ausschreibung gegen die niedersächsische Fassmer-Werft und den niederländischen Konkurrenten Damen durchgesetzt. Für das Projekt werden in Australien rund 1000 Arbeitsplätze in Adelaide und Perth geschaffen.

Australien baut seit einigen Jahren seine Seestreitkräfte aus. Im Vorjahr wurde der französische Schiffsbauer DCNS mit dem Bau von zwölf U-Booten im Wert von 50 Milliarden Dollar (32 Milliarden Euro) beauftragt.

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Fotostrecke: Neue Modelle für Australiens U-Boot-Flotte

beb/dpa-AFX



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Spiegelleserin57 24.11.2017
1. Somit ist der Auftrag für die deutschen Werftarbeiter wertlos!
Den Gewinn macht das Unternehmen aber nicht die Werftarbeiter oder unser Land. Es hätten tausend Menschen Arbeit gehabt, besonders im strukturschwachen Bremen.
n.a.max 24.11.2017
2. Toll!
Nicht umsonst Exportweltmeister!
Tobur 24.11.2017
3. Nachrichtenwert?
Ein Unternehmen erhält einen Auftrag, der für deutsche Mitarbeiter vollkommen irrelevant ist. Wo ist der Nachrichtenwert? Ist dadurch irgendein Arbeitsplatz in Deutschland gesichert? Die Kapazitäten hier werden ja nicht ausgelastet. Warum kann man in so einem Artikel nicht herausarbeiten es das für den deutschen Standort der Werft bedeutet?
Papazaca 24.11.2017
4. Der subtile Hinweis
Ich vermute, das SPON subtil darauf hinweisen wollte, das eine deutsche Werft Australien bei seiner flüchtlingsfeindlichen Politik unterstützt. Und das dabei noch nicht mal deutsche Arbeitsplätze "heraus kommen". Warum sonst so eine Meldung? Ach, noch eine wichtige Meldung: Habe vorgestern ein ganz tolles Roggenbrot gebacken. Werde ich jetzt in den Orkus verbannt?
Frank Zi. 24.11.2017
5.
Zitat von ToburEin Unternehmen erhält einen Auftrag, der für deutsche Mitarbeiter vollkommen irrelevant ist. Wo ist der Nachrichtenwert? Ist dadurch irgendein Arbeitsplatz in Deutschland gesichert? Die Kapazitäten hier werden ja nicht ausgelastet. Warum kann man in so einem Artikel nicht herausarbeiten es das für den deutschen Standort der Werft bedeutet?
Die Werft zahlt aber Steuern in Deutschland, von denen dann wenigstens noch mehr Schutzsuchende gerettet werden können. Das ist schon eine Meldung wert.
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