Wegen Brexit JP Morgan verlagert erste Jobs aus Großbritannien

Wegen des Brexits zieht die US-Großbank JP Morgan Mitarbeiter aus London ab. Doch anders als erwartet, werden die Banker künftig nicht in Frankfurt eingesetzt.

JP-Morgan-Zentrale in New York
REUTERS

JP-Morgan-Zentrale in New York


Die US-Großbank JP Morgan treibt mit der Verlagerung von Jobs aus Großbritannien ihre Vorbereitungen für den Brexit voran. In einem ersten Schritt sollen bis Anfang 2019 "einige Dutzend" Mitarbeiter nach Kontinentaleuropa umziehen, schrieb die Bank in einer E-Mail an ihre 16.000 Mitarbeiter in Großbritannien.

Dabei handele es sich vor allem um Angestellte mit Kundenkontakt und im Risikomanagement, die sowohl in der Investmentbank als auch in der Vermögensverwaltung arbeiten. In dem Schreiben wird unter anderem dargelegt, wie die Bank ihre Präsenz etwa in Paris, Madrid und Mailand verstärken will. Bislang war erwartet worden, dass die Wall-Street-Bank vor allem in Frankfurt, Luxemburg und Dublin expandieren wird.

Bis zum Austritt Großbritanniens aus der EU am 29. März 2019 will die Bank in der EU "mehrere Hundert" zusätzliche Stellen haben als bisher, hieß es in der E-Mail. Die Verlagerungen könnten auch langsamer gehen, falls die EU und Großbritannien geeignete Übergangsregelungen vereinbaren.

Wegen der nur schleppend laufenden Verhandlungen ist sowohl in der Wirtschaft als auch in der Politik die Furcht vor einem "harten Brexit" zuletzt gestiegen. Die Finanzbranche erwartet, dass wegen des Brexits Tausende Jobs aus Großbritannien verlagert werden.

hej/Reuters



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