Nach Pfundabsturz Reiseportal meldet Touristenansturm auf London

Überraschender Nebeneffekt der Brexit-Turbulenzen: Immer mehr EU-Bürger reisen nach London. Der Pfundabsturz hat Urlaub in der britischen Hauptstadt wieder erschwinglich gemacht.

Touristen auf der Themse
imago/ Uwe Steinert

Touristen auf der Themse


Der massive Wertverlust des britischen Pfund hat offenbar dazu geführt, dass immer mehr EU-Touristen nach London reisen. Zu diesem Ergebnis kommt der "European Travellers Report 2017" von eDreams Odigeo, einem Anbieter von Buchungsportalen im Internet, darunter die in Deutschland beliebte Seite Opodo.

Die Zahl der von EU-Bürgern gebuchten London-Reisen ist demnach 2017 nicht nur nicht gesunken, sondern massiv angestiegen. Die Zahl der Buchungen liegt rund 24 Prozent über dem Vorjahr.

Laut dem Bericht ist der Wertverlust des Pfunds seit dem Brexit-Votum im Juni 2016 "die treibende Kraft des Wachstums, da Besucher des Vereinigten Königsreichs jetzt mehr für ihr Geld bekommen".

In Zahlen ausgedrückt bedeutet das konkret: Wer vor der Volksabstimmung über den Austritt aus der EU Urlaub in Großbritannien machen wollte und Geld wechseln musste, bekam für 100 Euro im Schnitt gerade einmal 78 Pfund. Heute bekommen Touristen für die gleiche Eurosumme deutlich mehr, nämlich rund 88 Pfund.



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