Atomausstieg Schleswig-Holstein erlaubt Abriss von AKW in Brunsbüttel

Nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima wurde das pannenanfällige Kernkraftwerk in Brunsbüttel stillgelegt. Jetzt hat die Landesregierung auch den geplanten Abbau genehmigt.

Atomkraftwerk in Brunsbüttel
DPA

Atomkraftwerk in Brunsbüttel


Die Landesregierung in Kiel hat den geplanten Abriss des Kernkraftwerks Brunsbüttel genehmigt. "Der Atomausstieg wird nun auch in Schleswig-Holstein für jedermann sichtbar", heißt es in einer Mitteilung des für Atomenergie zuständigen Umweltministers Jan Philipp Albrecht.

Das Kernkraftwerk werde "endlich abgebaut", teilte der Grünen-Politiker mit. Der Rückbau des Kernkraftwerks wird nach Ministeriumsangaben voraussichtlich 15 Jahre dauern. Der Strahlenschutz habe dabei oberste Priorität.

Genehmigung gut 600 Seiten lang

Das AKW Brunsbüttel ist infolge von Pannen bereits seit gut elf Jahren vom Netz. Nach der Fukushima-Katastrophe in Japan von 2011 wurde seine dauerhafte Stilllegung beschlossen. 2012 beantragte Betreiber Vattenfall Chart zeigen den Abbau.

In dem vor mehr als 40 Jahren in Betrieb gegangenen Kraftwerk befinden sich noch viele radioaktive Stoffe. Der rund 600 Seiten lange Genehmigungsbescheid regelt deshalb unter anderem den Umgang mit Abluft und Abwasser.

Jan Philipp Albrecht
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Jan Philipp Albrecht

Von 2016 an hatten bereits zahlreiche teils beschädigte Fässer mit schwach- bis mittelradioaktivem Atommüll aus dem Kernkraftwerk geborgen werden müssen. Dem Norddeutschen Rundfunk zufolge wurde die Bergung vergangene Woche abgeschlossen.

apr/dpa



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