Fusion von Car2go und DriveNow BMW und Daimler dürfen gemeinsame Auto-App anbieten

Die Autokonzerne Daimler und BMW dürfen eine gemeinsame Firma für Mobilitätsdienste gründen. Am Ende könnte eines der weltweit größten Angebote zum Mieten, Parken und Aufladen von Fahrzeugen stehen.

Carsharing-Angebot von BMW
imago/Sven Simon

Carsharing-Angebot von BMW


BMW und Daimler dürfen ihre Kräfte bei Autovermietung und Fahrdiensten bündeln. Nach der EU-Kommission hat nun auch das US-Kartellamt die Fusion der Carsharing-Flotten von Car2go und DriveNow mit zusammen rund 20.000 Mietautos genehmigt, wie die beiden Autohersteller mitteilten.

Vollzogen werden soll die Fusion Ende Januar, die nächsten Schritte will das neue Unternehmen im Laufe des ersten Quartals 2019 bekanntgeben.

Zu der neuen Firma gehören auch die Buchungsplattformen Moovel und ReachNow, die Vermittlungsapps MyTaxi, Chauffeur Privé, Clever Taxi und Beat, die Parkplatzdienste ParkNow und Parkmobile sowie ChargeNow und Digital Charging Solutions, zwei Ladedienste für Elektroautos.

Die Dienste von Daimler und BMW haben zusammen etwa 40 Millionen Kunden, vor allem in Europa. Die beiden Autohersteller kooperieren, um sich die Kosten zu teilen und schneller zu wachsen - und nicht eines Tages von Fahrdienstplattformen wie Uber oder Didi Chuxing in China zu reinen Zulieferern degradiert zu werden.

Verbraucher profitieren nicht nur von der Zusammenlegung selbst - sondern auch von den Auflagen, unter denen sie genehmigt wurde. Nach Vorgaben der EU-Kommission muss die Mobilitätsapp Moovel künftig auch Carsharing-Angebote von Konkurrenten anzeigen. Umgekehrt dürfen konkurrierende Apps künftig auch die Angebote von Car2go und DriveNow anzeigen.

Nicht nur BMW und Daimler haben ehrgeizige Pläne. Deutschlands größter Autovermieter Sixt arbeitet ebenfalls an einem Komplettangebot, mit dem die Kunden Carsharing, Mietauto und Chauffeurdienste gebündelt in einer App per Smartphone bekommen. Es läuft an mehreren Stationen und soll nächstes Jahr schrittweise ausgerollt werden. Sixt war ursprünglich am BMW-Carsharing-Anbieter DriveNow beteiligt.

ssu/dpa



insgesamt 2 Beiträge
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2cv 19.12.2018
1. Am Ende...
"Am Ende..." ist der Kunde der Dumme. Der Unternehmenszusammenschluss hat erst mal nur mit einem zu tun, nämlich Effizienz in Kostenstrukturen zu erzielen. Wer jetzt meint, in 2-3 Jahren bleiben z.B. in Düsseldorf von 2x 350 Autos beider Unternehmen weiternhin 700 übrig, sollte noch mal nachdenken. Wahrscheinlich kommt es eher zu 400-450 Fahrzeugen, die noch bleiben. Und die Gebiete, in denen Car2Go und DriveNOW angeboten werden, werden ebenfalls weiter schrumpfen. Schon jetzt bekommt man in den Speckgürteln keine Fahrzeuge - schlichtweg geschuldet des immensen Aufwands von Pflege und bedarfsgerechter Verteilung der Flotten. Glauben Sie allen Ernstes, das JV (Joint Venture) wird dann gemeinsam das Ruhrgebiet erschließen? Never, ever. Einfaches Beispiel warum: nehmen Sie mal an, ein Fussballspiel beim BVB findet statt, und von den 50.000 Leuten im Stadion kommen 1% mit einem CarSharing Wagen an. Macht 500 Autos. Dann fahren davon noch die Hälfte mit dem Auto zurück, der Rest nimmt weil nicht mehr ganz nüchtern die Bahn nach Hause oder bildet weitere Fahrgemeinschaften. Nun haben Sie 250 Autos in den umliegenden Parkflächen des Stadions. Herzlichen Glückwunsch bei der Rückverteilung im Ruhrgebiet......... Netto werden die Preise pro Minute steigen. So sind sie, die Monopole.
rathat 19.12.2018
2. Neuer Name?
Unter welchem Namen wird sich die neue Firma firmieren? Mein Vorschlag: GoNow! Aber es wird wohl eher Drive2Car!
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