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Carsharing: BMW zieht mit Autovermietung nach

Nach Daimler nun auch BMW: Die Bayern wollen an der Kurzzeitnutzung von Wagen verdienen. Dafür holen sie sich eine große Autovermietung ins Boot - es ist nicht die einzige Parallele zur Konkurrenz.

BMW mit DriveNow-Logo: 300 Wagen in München Zur Großansicht
DPA

BMW mit DriveNow-Logo: 300 Wagen in München

München - Die Autoindustrie sucht nach Zukunftsmärkten - und setzt dabei auch auf Menschen, die nur noch stundenweise ein Fahrzeug benötigen. Mu heißt ein Verleihsystem, mit dem der französische Autobauer Peugeot Mietautos anbietet. Unter dem Namen Car2Go verleiht Daimler bereits seit 2008 mit der Autovermietung Europcar ein spezielles Modell des Smart.

Nun kündigt auch BMW den Einstieg ins Carsharing an: Ab April sei unter dem Namen DriveNow ein Joint Venture mit der Autovermietung Sixt geplant, teilte der Konzern am Montag mit. Zunächst solle der Verleih mit 300 Autos in München an den Start gehen, später dann mit 500 in Berlin.

Die Kooperation mit einem großen Autoverleiher ist dabei nicht die einzige Parallele zum Modell von Daimler. Sowohl die Registrierungsgebühr von 29 Euro als auch die geplanten Minutenpreise von 29 Cent entsprechen den Tarifen von Car2Go in Hamburg. Beide Unternehmen ermöglichen Kunden zudem, die Autos unabhängig von festen Stationen im Stadtgebiet abzuholen. Gefunden werden die Wagen jeweils über Internet-Portale oder Smartphone-Apps, als Türöffner dienen sowohl bei Car2Go als auch bei DriveNow Chips auf dem Führerschein.

"Es besteht zunehmender Bedarf an flexiblen Mobilitätsangeboten im urbanen Umfeld", begründete BMW-Vertriebsvorstand Ian Robertson das Projekt. Bis zum Jahr 2020 rechnen BMW und Sixt weltweit mit einer Million Mitgliedern von DriveNow. Sixt hat mit dem Sixti Car Club schon eigene Erfahrungen mit Carsharing gesammelt.

dab/dpa

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insgesamt 21 Beiträge
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1. -
Mulharste, 21.03.2011
Zitat von sysopNach Daimler nun auch BMW: Die Bayern wollen an der Kurzzeitnutzung von Wagen verdienen. Dafür holen sie sich eine große Autovermietung ins Boot - es ist nicht die einzige Parallele zur Konkurrenz. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,752275,00.html
Super Idee....bitte mehr Ballungsräume bedienen!
2. Stadtmobil schon seit Jahren aktiv
Affenhirn 21.03.2011
Zitat von MulharsteSuper Idee....bitte mehr Ballungsräume bedienen!
Augen auf! Ist doch schon seit vielen Jahren in zahlreichen Ballungsgebieten verfügbar! http://www.stadtmobil.de/ z.B.: Berlin - Hannover - Rhein/Ruhr - Rhein/Main/Neckar - Stuttgart - Karlsruhe Einfach mal ausprobieren.
3. nicht Zukunftsmarkt sondern Ladenhüter
dieter_huber 21.03.2011
Während Carsharing keinen einzigen Berufspendler von der Straße holt, stellt dieses Modell dazu noch die Innenstädte mit Autos für Wenigfahrer zu. Mag als Verkaufsmasche gut für die Autoindustrie sein - und für SPON, wie sich an den Werbeplatzierungen ablesen lässt ;-) Wie es besser geht, zeigt flinc mit ihrem Dynamic-Ridesharing System. Deren Ziel sind nicht mehr Autos für die Menschen, sondern mehr Passagiere pro Auto! Dann darf sich die Autoindustrie aber schon extra warm anziehen 8-)))
4. Car Sharing nichts Neues
Joe67, 21.03.2011
Car Sharing ist ja nichts Neues und zudem auch schon in allen grösseren Städten verfügbar. Während bislang die Car Sharing Anbieter den Autoverkehr mit Car Sharing reduzieren wollten, möchten Daimler und BMW das Gegenteil: Mit Hilfe der günstigen Einstiegstarife soll der ÖPNV unattraktiv und bisherige Nichtautofahrer angefixed werden. Bei aller Experimentierfreude werden BMW und Daimler sicher keinen Weg suchen um ihren Autoabsatz zu verringern. Ob allerdings die falsche Motivation der Anbieter es schafft eine gute Idee in ihr Gegenteil umzudrehen, bleibt abzuwarten.
5. ...
Crom 21.03.2011
In Ballungsräumen braucht's kein "Carsharing", da reicht ÖPNV. Ich nutze jedenfalls mein Auto vornehmlich für Mitte- und Langstrecken. Carsharing ist wie E-Auto, klingt erst einmal toll, bringt aber nix.
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