Standortmarketing China investiert immer stärker in Deutschland

Deutschland zieht zunehmend Unternehmer aus dem Ausland an. Im Jahr 2014 schoben internationale Investoren einer neuen Studie zufolge rund 1200 neue Projekte in der Bundesrepublik an. Die mit Abstand meisten kamen aus China.

Mitarbeiter der Sany Group in Bedburg mit einem Metallblockkasten: Referenzmarke
DPA

Mitarbeiter der Sany Group in Bedburg mit einem Metallblockkasten: Referenzmarke


Chinas Interesse an Deutschland ist so groß wie nie zuvor. Investoren aus der Volksrepublik verdrängten jene aus den USA auf Platz zwei, schreibt die Gesellschaft Germany Trade & Invest (GTAI), die für das Standortmarketing der Bundesrepublik zuständig ist.

Die mit Abstand meisten "Greenfield-Investitionen" (so werden Investitionen auf der grünen Wiese genannt) in Deutschland im vergangenen Jahr stammten aus China, teilt die GTAI mit. Chinesische Firmen investierten 2014 hierzulande in 190 Projekte, heißt es in der Mitteilung - von der Produktion über Vertrieb bis hin zu Forschung und Entwicklung. Das ist ein Zuwachs um 37 Prozent gegenüber 2013. Zu den deutschen Branchen, für die sich chinesische Investoren traditionell interessieren, gehören vor allem Autozulieferer und Maschinenbauer. Referenzmarken sind beispielsweise die Sany Group oder der Gabelstaplerhersteller Kion.

Insgesamt schoben Auslandsinvestoren in Deutschland im vergangenen Jahr 1199 neue Unternehmungen an, das sind 21 Prozent mehr als im bisherigen Rekordjahr 2013. US-Firmen sorgten 2014 für 168 Ansiedlungen, Schweizer für 130.

bos/Reuters



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