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Betriebsausflug der Superlative: Chinesische Firma lädt 6000 Mitarbeiter nach Europa ein

Tausende belegte Hotelzimmer, eine Exklusiv-Führung durch den Louvre in Paris - und ein Rekord in Nizza. Ein chinesischer Konzern sorgt mit einem Riesenbetriebsausflug für Aufsehen.

Betriebsausflug auf Chinesisch: Bitte eng zusammenbleiben Fotos
AFP

Die Bilder erinnern eher an eine Militärparade als an einen lustigen Betriebsausflug. Tausende Mitarbeiter des chinesischen Konzerns Tiens standen in Nizza stramm, um einen Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde zu bekommen. Und der Firmenchef ließ sich in einem Militärvehikel durch die Stadt kutschieren und bejubeln.

Der Mischkonzern Tiens nutzte die Côte d'Azur als Kulisse für einen Firmenausflug der Superlative. Rund 6400 Beschäftigte durften nach Frankreich reisen. Gut die Hälfte der etwa 12.000 Angestellten sei zu dem Ausflug eingeladen worden, berichtete eine Mitarbeiterin. "Der Trip ist ein großer Erfolg für uns", bejubelte sie die Reise.

Zu den Kosten für die Reise wollte sich die Mitarbeiterin nicht äußern. Chinesische Medien schätzten die Ausgaben für den mehrtägigen Ausflug auf 13 Millionen Euro. In Paris belegte die Gruppe etwa 140 Hotels. Die Reisegruppe bekam eine separate Führung durch den Louvre in Paris. In Cannes und Monaco wurden insgesamt 4760 Zimmer in Dutzenden Vier- und Fünf-Sterne-Hotels reserviert. Um die chinesischen Besucher an der Côte d'Azur herumzukutschieren, waren 146 Busse notwendig. Der Stadt Nizza brachte die Besuchergruppe aus Fernost Schätzungen zufolge rund 20 Millionen Euro ein.

Tiens-Mitarbeiter formierten sich in Nizza zum Rekord Zur Großansicht
AFP/Image Trans

Tiens-Mitarbeiter formierten sich in Nizza zum Rekord

Auf der Promenade des Anglais in Nizza stellten die Tiens-Mitarbeiter einen Rekord auf. Sie formten mit "Tiens' Traum ist Nizza an der Côte d'Azur" den größten vom Himmel aus lesbaren Satz. Überwacht wurde die Aktion von Mitarbeitern des Guinness-Buchs der Rekorde.

Anlass für die Reise war das 20-jährige Bestehen des Konzerns. Tiens-Chef Li Jin Yuan ließ sich während des Trips wie ein Staatsführer bejubeln. Auch auf der deutschen Webseite des Konzerns zeigt er sich präsidial. Tiens ist in der Biotechnologie und Logistik aktiv, hat aber auch eine Immobilien-, Handels- und Tourismussparte.

Tiens-Chef Li Jin Yuan: Parade durch Nizza Zur Großansicht
AFP

Tiens-Chef Li Jin Yuan: Parade durch Nizza

Ein Teilnehmer berichtete via Twitter von einem Kongress, der im Rahmen des Europa-Ausflugs stattfand. 6500 Leute aus 70 Ländern sollen demnach dabei gewesen sein.

Auf seiner deutschen Webseite wirbt Tiens vor allem mit Gesundheitspräparaten - und sucht Berater, die seine Produkte vertreiben. Vermutlich sollte der Riesenbetriebsausflug vor allem auch Werbung machen. Wer ernsthaft über einen Job bei Tiens nachdenkt, sollte aber das Kleingedruckte genau lesen. Denn der Konzern nennt einige Bedingungen.

mmq/dpa/AFP

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insgesamt 70 Beiträge
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1. Können sie rechnen?
bauigel 11.05.2015
Soso... die Kosten für die Firma belaufen sich auf 13 Mio €, aber Nizza hat Einnahmen von 20 Mio €. Eine wundersame Geldvermehrung? Insbesondere da von den 13 Mio € Kosten etwa die Hälfte für den Flug wegfallen. D. h. für Nizza bleiben nur 6-7 Mio € übrig. Oder sollen die Mitarbeiter privat für 13-14 Mio € eingekauft haben? Das wären ca. 2.000 € pro Person..... bei Löhnen von 200-400€ pro Monat. Kaum vorstellbar. Wie üblich denken die Schreiber mal wieder nicht nach ob solche Zahlen stimmen können.
2.
bonngoldbaer 11.05.2015
Welcher französische Konzern macht jetzt den Gegenbesuch in Peking und an der Großen Mauer?
3. Jenseits des Weisswurst Aequators
tailspin 11.05.2015
Ok, verehrte Mitarbeiter, wer kommt mit auf einen Betriebsausflug nach China? Es gibt auch gelbe Uniformen fuer jeden. Niemand?
4. Tjoa
jhea 11.05.2015
Ist doch schön :) Ich mag Betriebsausflüge! Letztes Jahr ging es nach Lüneburg, und dieses Jahr wissen wir noch nicht ;)
5. Bleibt zu erwähnen...
M Ebele 11.05.2015
...dass solche Incentive-Reisen in China traditionell zum Gesamt-Gehaltspaket gehören und Teil des Bonussystems sind. Mit den erwähnten Kosten dürfte sich der Anteil an den Gesamtgehaltskosten im einstelligen Prozentbereich bewegen. Worüber soll man sich also aufregen?
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Staatsoberhaupt: Xi Jinping

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