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Kurssturz: Chinas Börsen brechen weiter ein

Ein Tag nach dem größten Kurssturz seit acht Jahren haben die wichtigsten Indizes in China kurz nach Handelsstart erneut rund fünf Prozent verloren. Der Nikkei in Tokio stemmt sich gegen den Trend.

Kurstafel in Shanghai: Keine Trendwende in Sicht Zur Großansicht
REUTERS

Kurstafel in Shanghai: Keine Trendwende in Sicht

Ein Ende des Kurssturzes an den chinesischen Börsen ist nicht in Sicht: Der wichtige Shanghai Composite Index fiel am Dienstag zum Handelsauftakt kräftig um 5,4 Prozent auf 3036,56 Punkte, während der Shenzhen Component Index um 6,2 Prozent auf 10.290,64 Punkte absackte. Im weiteren Handelsverlauf pendelten sich die Verluste bei rund fünf Prozent ein.

Gegen den Trend legte der Hang Seng in Hongkong am Morgen leicht zu. Auch die Börse in Sydney zeigte sich erholt. Der S&P/ASX 200-Index lag am Mittag mehr als zwei Prozent im Plus.

Am Vortag hatten die Kurse in China bereits aus Sorge um eine weitere Verlangsamung der zweitgrößten Volkswirtschaft und enttäuschten Hoffnungen auf eine Lockerung der Geldpolitik um acht Prozent nachgegeben. Es war der größte Einbruch seit acht Jahren.

Die mehr als ein Jahr lang in die Höhe getriebenen chinesischen Märkte erleben trotz massiver staatlicher Hilfen seit Mitte Juni kräftige Kursrutsche. Am Dienstagmorgen pumpte die Zentralbank in Peking umgerechnet 23 Milliarden Dollar in den Interbankenmarkt.

Inzwischen haben die chinesischen Börsen nicht nur ihren Jahresgewinn vernichtet. Unterm Strich steht sogar ein Minus.

Auch der Nikkei-Index in Tokio stürzte zunächst weiter ab. Er verlor 3,8 Prozent und fiel auf ein Sechsmonatstief, drehte im Laufe des Vormittags aber leicht ins Plus.

Am Vortag hatten die Verluste in Asien auch die Kurse in Europa und den USA negativ beeinflusst. Der Dax in Frankfurt büßte knapp fünf Prozent ein, der Dow Jones in New York schloss mit 3,6 Prozent Verlust.

syd/dpa/Reuters

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insgesamt 24 Beiträge
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1. Uiiii... - heute erneut Panik angesagt?
naive is beautiful 25.08.2015
Warum schauen bei alledem z.B. die Frankfurter Parketthändler eigentlich immer noch gewohnt gelangweilt in die Gegend und in die allzeit bereit gehaltenen TV Kameras? Ganz einfach: Was kümmert uns der Hype von heute, wenn wir doch auch morgen noch genügend Zeit zum Sichern unserer Gewinne haben? Der clevere Teil der renditehungrigen Meute steht ohnehin schon bereit, in die nächste China-Hausse hinein zu spekulieren. Wohl bekomm's: Only bad news are good news.
2. Ach woher denn
Worldwatch 25.08.2015
"... die wichtigsten Indizes in China kurz nach Handelsstart erneut rund fünf Prozent verloren ...' Die Werte haben sich "erneut rund fünf Prozent", in Richtung Realitaeten, weiter angenaehert, sowie weiter von der Spekulationsblase entfernt.
3. Jede Wette, dass....
reinerhohn 25.08.2015
...die ganze Zeche wieder vom kleinen Mann bezahlt wird. Die Grossen sitzen direkt dort wo man schnell eingreifen kann wenns erforderlich ist. Bis der Kleine Anleger merkt was laeuft, ist sein Geld weg.
4. Börse neigt immer zu..
RV6284 25.08.2015
Übertreibungen. Ein normales und gesundes Wachstum an den Börsen sollte bei 3-10% liegen... aber Kurs steigen ja manchmal im Jahr um 20-100%. Für mich eine grosse Zockerei. Heiss gelaufene Börsen tut eine Abkühlung gut... bei 7500Punkte und gleichen Rahmenbedingungen, niedriger Ölpreis und Zinsen sollte jeder sich ein kleines Investment überlegen... hoffen wir auf tiefere Kurse:-)
5. Systemfrage
diekleinefrau 25.08.2015
Diese Welt wird von Spielern kontrolliert, die vermutlich glauben, sie wären sowas wie Götter (Goldman Sachs etc) Aber bislang war die Natur immer stärker. Sie wird sich ihr Recht holen.
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