Peking - Als mächtiger Investor rollt China schon seit Jahren ausländische Märkte in Asien, Europa und Afrika auf. Doch mittlerweile braucht das Land selbst dringend Kapital, um seine Wirtschaft am laufen zu halten. Deshalb öffnet sich die Führung in Peking Schritt für Schritt für ausländische Investoren.
Dabei will das Land den ausländischen Geldgebern offenbar auch Zugang zu seinen Schlüsselbranchen gewähren. Geplant seien Projekte in verschiedenen Sektoren wie der Eisenbahn, den öffentlichen Versorgern und in der Finanzindustrie, teilte die Regierung am Montag mit. Zuvor hatte bereits die Nationale Entwicklungs- und Reformkommission angekündigt, dass die Regeln für ein Engagement privater Investoren in Industriezweigen gelockert werden sollten, in denen staatliche Firmen bisher dominieren.
Die Ankündigung ist ein weiterer Anreiz für ausländische Unternehmen, Geld in China zu investieren. Lange hatte das Land seine Märkte weitgehend gegen ausländische Konkurrenz abgeschottet. Seit einigen Monaten aber hat die Regierung in Peking eine Liberalisierung eingeläutet. So dürfen ausländische Fondsgesellschaften mittlerweile deutlich mehr Geld am chinesischen Kapitalmarkt investieren. Auch für Hedgefonds soll es Erleichterungen geben.
stk/Reuters
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