Prognose: China soll USA bei Ölimporten überholen

Während in China die Nachfrage nach Öl wächst, treiben die USA ihre Förderung im eigenen Land voran. Das dürfte sich laut einer Prognose der US-Energiebehörde EIA bald bei den Handelszahlen auswirken: China steigt demnach zum größten Ölimporteur auf.

Ölraffinerie in Qingdao: Tägliche Nachfrage von mehr als elf Millionen Barrel? Zur Großansicht
DPA

Ölraffinerie in Qingdao: Tägliche Nachfrage von mehr als elf Millionen Barrel?

Washington - Sein rasantes Wachstum befördert China auf vielen Ranglisten nach oben, so lösten die Chinesen bereits vor mehreren Jahren Deutschland als Exportweltmeister ab. Im Herbst könnte ein weiterer Spitzenplatz erreicht sein: Dann wird China laut einer Prognose der US-Behörde für Energieinformation (EIA) die USA als größter Netto-Ölimporteur der Welt überholen.

Die Netto-Öleinfuhren der Volksrepublik würden voraussichtlich im Oktober 2013 erstmals über denen der USA liegen, heißt es in der am Dienstag veröffentlichten Studie. Dies liege an der steigenden Nachfrage nach Öl in China und der zunehmenden Ölförderung der USA im eigenen Land. Zugleich stagniere die Nachfrage auf dem US-Markt.

Von 2011 bis 2014 werde die Ölproduktion der USA um 28 Prozent steigen und dann 13 Millionen Barrel am Tag erreichen, heißt es in der Prognose. Grund für den deutlichen Anstieg sei die zunehmende Offshore-Förderung der USA im Golf von Mexiko und durch die in anderen Ländern umstrittene Fracking-Methode, also die Ausbeutung bislang schwer zugänglicher Ölvorkommen.

Die Nachfrage Chinas nach Flüssig-Treibstoff wird den Angaben zufolge von 2011 bis 2014 um 13 Prozent steigen - auf mehr als elf Millionen Barrel am Tag. Die Nachfrage der USA wird sich dann laut EIA bei 18,7 Millionen Barrel am Tag bewegen, was deutlich weniger wäre als der Rekord von 20,8 Millionen im Jahr 2005.

dab/AFP

Diesen Artikel...
Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Auf anderen Social Networks teilen

  • Xing
  • LinkedIn
  • Tumblr
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • deli.cio.us
  • Digg
  • reddit
Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 4 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1. US-Ölimporte sinken laufen ...
dunnhaupt 14.08.2013
... und damit auch das US-Handelsdefizit, das ja hauptsächlich durch die riesigen Ölimporte aus dem Nahen Osten entstanden war.
2. Chinas Krieg um Rohstoffe
kingjohn 14.08.2013
Die Welt ist nicht genug für China, das immer mehr Ressourcen benötigt so dass es bald zu Konflikten kommen muss. Diese fangen jetzt schon an wie man mit den japanischen Inseln sehen kann und China ist schon lange dabei Afrika sprichwörtlich aufzukaufen. Wir und unsere europäische Nachbarn stehen im direkten Wettstreit zu China und den Preis bezahlen wir schon heute z. Bps. an der Tankstelle. Wenn man den Handel zwischen Europa und China analysiert, sieht man dass wir Europäer verlieren und unser Wohlstand nach und nach in Richtung China wandert. Dabei ist die Lösung einfach : Jeder sollte wo es geht chinesische Waren vermeiden.
3.
silverhair 14.08.2013
Zitat von kingjohnDie Welt ist nicht genug für China, das immer mehr Ressourcen benötigt so dass es bald zu Konflikten kommen muss. Diese fangen jetzt schon an wie man mit den japanischen Inseln sehen kann und China ist schon lange dabei Afrika sprichwörtlich aufzukaufen. Wir und unsere europäische Nachbarn stehen im direkten Wettstreit zu China und den Preis bezahlen wir schon heute z. Bps. an der Tankstelle. Wenn man den Handel zwischen Europa und China analysiert, sieht man dass wir Europäer verlieren und unser Wohlstand nach und nach in Richtung China wandert. Dabei ist die Lösung einfach : Jeder sollte wo es geht chinesische Waren vermeiden.
Die Welt ist nicht genug für die USA - Imperalisten die überall ihre "Kolonien" aufgebaut haben - incl. Europa - wo sie ganz Europa abfischen durch ihre Spionage! Tja, so kann man das auch sehen - und so wird das auch gesehen , und ihre Propaganda für die USA hat damit einen kleinen aber gravierenden Schönheitsfehler, ist ist einfach Propaganda! Und - dieser Unsinn mit Wettstreit ist man doch selber schuld - wer seine "Kunden" erschlagen will sollte sich nicht wundern das die nicht mehr einkaufen wollen - tun sie ja auch nicht mehr! Und ob die paar Europäer jetzt ein paar Waren mehr oder weniger kaufen kann China egal sein - deren Binnenmarkt schlägt USA+Europa zusammen problemlos! Sie scheinen zu vergessen das der "Wohlstand" der Euopäischen Staaten und er USA auf Ausbeutung basieriert - auf dem gnadenlosen Umgang mit Afrika (Sklaven) auf der Ausbeutung Indiens, und dem Versuch China kaputt zu machen (Opiumkriege)! Der Wohlstand ist zusammengeraubt, und das steht in den Geschichtsbüchern überall drin - und andere Länder haben eben gelernt daraus - denken sie das die diesem Wohlstandsgefasel nur eine kleine Träne nachweinen? Wer friedlich und in Wohlstand leben will - der sollte keinen "Streit" mit anderen anfangen - egal ob im kleinen oder im grossen - den "Streit" ist keine kluge Idee wenn man dabei zum Ziel hat den anderen zu vernichten - man stirbt nur als zweiter bestenfalls!
4.
chemiesaft 14.08.2013
Zitat von silverhairDie Welt ist nicht genug für die USA - Imperalisten die überall ihre "Kolonien" aufgebaut haben - incl. Europa - wo sie ganz Europa abfischen durch ihre Spionage! Tja, so kann man das auch sehen - und so wird das auch gesehen , und ihre Propaganda für die USA hat damit einen kleinen aber gravierenden Schönheitsfehler, ist ist einfach Propaganda! Und - dieser Unsinn mit Wettstreit ist man doch selber schuld - wer seine "Kunden" erschlagen will sollte sich nicht wundern das die nicht mehr einkaufen wollen - tun sie ja auch nicht mehr! Und ob die paar Europäer jetzt ein paar Waren mehr oder weniger kaufen kann China egal sein - deren Binnenmarkt schlägt USA+Europa zusammen problemlos! Sie scheinen zu vergessen das der "Wohlstand" der Euopäischen Staaten und er USA auf Ausbeutung basieriert - auf dem gnadenlosen Umgang mit Afrika (Sklaven) auf der Ausbeutung Indiens, und dem Versuch China kaputt zu machen (Opiumkriege)! Der Wohlstand ist zusammengeraubt, und das steht in den Geschichtsbüchern überall drin - und andere Länder haben eben gelernt daraus - denken sie das die diesem Wohlstandsgefasel nur eine kleine Träne nachweinen? Wer friedlich und in Wohlstand leben will - der sollte keinen "Streit" mit anderen anfangen - egal ob im kleinen oder im grossen - den "Streit" ist keine kluge Idee wenn man dabei zum Ziel hat den anderen zu vernichten - man stirbt nur als zweiter bestenfalls!
Nein ihr wirres Geschreibe ist (antiamerikanische) Propaganda. Sklavenhaltung und Opiumkrieg, mein Gott wir leben im 21. Jahrhundert. Als wenn das etwas mit der heutigen wirtschaftlichen Stärke der USA zu tun hätte. Diese beruht auf Bevölkerungswachstum, einem großen Rohstoffreichen Land, geringer Korruption, freier Marktwirtschaft, Brain Drain aus der ganzen Welt, unternehmerischen Denken und einer optimistischen nach vorn blickenden Bevölkerung. Schauen Sie sich mal in Ruhe den S&P 500 an, nicht von ungefähr kommen nach wie vor die innovativsten, größten und erfolgreichsten Unternehmen aus den USA. Chinas BIP besteht im Gegensatz dazu schon seit Jahren ca zur Hälfte aus (sinnlosen) Investitionen in Geisterstädte, leere Autobahnen, Häfen, Schienen und noch mehr nur halb ausgelastete Fabriken. Der Binnenkonsum dagegen stagniert und ist Welten von Westeuropa oder den USA entfernt. Das reale Wachstum Chinas dürfte eher bei 2 bis 3% liegen, wenn man die horrenden Umweltschäden mit einbezieht sind wir im negativen Bereich.
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Wirtschaft
Twitter | RSS
alles aus der Rubrik Unternehmen & Märkte
RSS
alles zum Thema Wirtschaft in China
RSS

© SPIEGEL ONLINE 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH

SPIEGEL ONLINE Schließen


  • Drucken Versenden
  • Nutzungsrechte Feedback
  • Kommentieren | 4 Kommentare
  • Zur Startseite

Fläche: 9.572.900 km²

Bevölkerung: 1341,335 Mio. Einwohner

Hauptstadt: Peking

Staatsoberhaupt: Xi Jinping

Regierungschef: Li Keqiang

Mehr auf der Themenseite | Wikipedia | Lexikon | China-Reiseseite