Li Keqiang Chinas Regierungschef wirbt für mehr Investitionen in Deutschland

Bei einem Treffen mit Kanzlerin Merkel will Chinas Ministerpräsident Li Keqiang bessere Chancen für chinesische Unternehmen auf dem deutschen Markt erreichen. Schon im Vorfeld appelliert er an Regierung und Unternehmen.

Chinas Ministerpräsident Li Keqiang
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Chinas Ministerpräsident Li Keqiang


Chinas Ministerpräsident Li Keqiang fordert von Deutschland mehr Offenheit für chinesische Investitionen. Es gebe eine Kluft zwischen dem Niveau an Investitionen zwischen China und Deutschland, schreibt Li in einem Gastbeitrag für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung".

Kurz vor den deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen bekräftigte er, dass China am Freihandel interessiert sei. Die Volksrepublik habe sich "stets an die Prinzipien der Welthandelsorganisation gehalten". Allerdings hat die EU dem Land bisher nicht den Status einer Marktwirtschaft verliehen, unter anderem, weil es seine Märkte erheblich abschottet.

Er hoffe, "dass Deutschland seine Bedenken zurückstellt und für chinesische Unternehmen, die in Deutschland oder Europa investieren und Firmen gründen wollen, ein gerechtes, offenes Umfeld sowie einen stabilen institutionellen Rahmen schafft", schrieb Li.

Nur durch "gegenseitige und gerechte Öffnung" könnten beide Seiten Gewinn aus der Zusammenarbeit ziehen. Deutsche Unternehmen müssten jedenfalls bei Kooperationen mit chinesischen Partnern keine Angst haben. China schütze geistiges Eigentum und zwinge ausländische Unternehmen nicht zum Technologietransfer. Deutsche Firmen und die Bundesregierung beklagten jedoch, dass es keinen gleichberechtigten gegenseitigen Marktzugang gebe.

China und Deutschland müssten in einer von Turbulenzen geprägten Welt "zu Vorbildern einer für beide Seiten gewinnbringenden Zusammenarbeit werden", schrieb Li. Von Deutschland forderte Li Keqiang weiter, gemeinsam mit China "die auf Regeln beruhende multilaterale Ordnung" zu verteidigen.

Am Montag trifft Li Keqiang Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Berlin zu den fünften deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen.



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