Erfinder der Zentralverriegelung: Chinesen kaufen Autozulieferer Kiekert

Im Zuge der Expansionspläne chinesischer Firmen übernimmt ein Autozulieferer aus der Volksrepublik das deutsche Traditionsunternehmen Kiekert. Die Firma aus dem Rheinland hofft auf bessere Chancen im Geschäft mit asiatischen Autobauern. Kiekert ist Weltmarktführer für Schließsysteme bei Autos.

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Zentrale des Autozulieferers Kiekert: Traditionsfirma geht an Chinesen

Heiligenhaus - Ein deutsches Traditionsunternehmen geht in chinesische Hände über. Der weltgrößte Türschlosshersteller Kiekert aus Heiligenhaus bei Düsseldorf wird an Hebei Lingyun Industrial aus Peking verkauft. Mit der Übernahme entstehe ein internationales Zulieferunternehmen mit über 1,2 Milliarden Euro Umsatz, teilte Kiekert mit.

Die vor 150 Jahren gegründete Firma ist nach eigenen Angaben Erfinder der modernen Zentralverriegelung. Kunden sind unter anderem BMW und VW. Kiekert hatte 2011 mit 4000 Beschäftigten 41 Millionen Schließsysteme produziert und mehr als 500 Millionen Euro umgesetzt.

Nach den Zulieferern Preh (Kontrollsysteme), Saargummi (Karosseriedichtungen), KSN Castings (Leichtmetallteile) und Sellner (Zierteile) ist der Kauf von Kiekert bereits die fünfte Übernahme durch chinesische Unternehmen auf dem deutschen Autozulieferermarkt innerhalb eines Jahres.

Firmen in China haben sich den Kauf von Unternehmen und Technologien in Europa zum Ziel gesetzt. Zu den strategischen Branchen, in die systematisch investiert werden soll, gehören die Autoindustrie und der Maschinenbau. Zunächst hatten chinesische Unternehmen nur Sanierungsfälle wie Saargummi gekauft. Inzwischen greifen sie auch nach gesunden Unternehmen wie dem Betonpumpenhersteller Putzmeister.

Kiekert verspricht sich von der Übernahme durch Lingyun mehr Chancen im Geschäft mit asiatischen Autobauern. Umgekehrt sollen die Produkte der Chinesen - unter anderem Zierteile und Autotürelemente - auch an Kunden von Kiekert in Europa und den USA verkauft werden. Bisher beliefert Lingyun vor allem die chinesischen Autohersteller.

Kiekert gehörte bisher Finanzinvestoren

Der Autozulieferer Kiekert war zu einem Beispiel für die "Heuschrecken"-Debatte um die Rolle von Finanzinvestoren in der Wirtschaft geworden. Der Investor Permira hatte im Jahr 2000 rund 530 Millionen Euro für Kiekert gezahlt und anschließend Schulden auf das Unternehmen abgewälzt, das aber nach Verlusten mit den Zinsen überfordert war. Permira musste Kiekert schließlich an die Gläubiger abtreten - die Hedgefonds BlueBay und Silver Point sowie die Investmentbank Morgan Stanley. Der Autozulieferer gehörte seit gut fünf Jahren den drei Finanzinvestoren.

mmq/dpa/Reuters

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insgesamt 18 Beiträge
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1. Schade
EricCartman 13.03.2012
Zitat von sysopIm Zuge der Expansionspläne chinesischer Firmen übernimmt ein Autozulieferer aus der Volksrepublik das deutsche Traditionsunternehmen Kiekert. Die Firma aus dem Rheinland hofft auf bessere Chancen im Geschäft mit asiatischen Autobauern. Kiekert ist Weltmarktführer für Schließsysteme bei Autos. Erfinder der Zentralverriegelung: Chinesen kaufen Autozulieferer Kiekert - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft (http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,821164,00.html)
somit auch hier nur eine Frage der Zeit bis das Know-how komplett gen China gewandert ist.
2. So geht's dahin...
N°5 13.03.2012
Zitat von sysopIm Zuge der Expansionspläne chinesischer Firmen übernimmt ein Autozulieferer aus der Volksrepublik das deutsche Traditionsunternehmen Kiekert. Die Firma aus dem Rheinland hofft auf bessere Chancen im Geschäft mit asiatischen Autobauern. Kiekert ist Weltmarktführer für Schließsysteme bei Autos. Erfinder der Zentralverriegelung: Chinesen kaufen Autozulieferer Kiekert - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft (http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,821164,00.html)
In dem Maße wie Abhängigkeiten dieser Art steigen, wird man sich von Selbstgefälligkeiten verabschieden können. Geschlagen mit den eigenen Mitteln...
3. kiekert
flieder2 13.03.2012
Die Fa.Kiekert gehoert seit Jahren Finanzinvestoren? Und jetzt verkaufen die an Chinesen? Wohin zeigt die Richtung der Automobilindustrie? Sollen nur noch PKWs in China gefertigt und nach Europa exportiert werden? Brilliance, Great Wall, BYD hin und wieder ein VW u. andere. Wir sollten hoellisch aufpassen, dass der Industriestandort Deutschland nicht kaputt gemacht wird, Wir haben in Deutschland mehr und mehr Geringverdiener, die koennen sich keinen BMW oder VW leisten. Und dann werden chinesische und indische Autos unsere Strassen ueberfluten. Darauf laeuft es hinaus, die Inder sind ja noch zurueckhaltend aber die aggressiven Aufkaeufe der Chinesen erschrecken mich.
4. Dann ist das also so,
marypastor 13.03.2012
Zitat von sysopIm Zuge der Expansionspläne chinesischer Firmen übernimmt ein Autozulieferer aus der Volksrepublik das deutsche Traditionsunternehmen Kiekert. Die Firma aus dem Rheinland hofft auf bessere Chancen im Geschäft mit asiatischen Autobauern. Kiekert ist Weltmarktführer für Schließsysteme bei Autos. Erfinder der Zentralverriegelung: Chinesen kaufen Autozulieferer Kiekert - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft (http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,821164,00.html)
die Kiekert selbst, oder wer immer das die Geschaefte fuehrt, gar nichts mehr zu sagen hatte und das Unternehmen von den Investmentfirmen an die Chinesen verkauft wurde. Die Annahme, dass jetzt bessere Chancen im Geschaeft mit asiatischen Autobauern bestuenden, ist dummes Zeug. Kiekert koennte das auch alleine machen. Es ging den Chinesen sicher nur darum, ihre eigenen Produkte in D abzusetzen. Die deutschen Mittelstaendler sollten aber doch aufpassen und sich von den Chinesen nicht reinlegen zu lassen.
5. Patente zum Schleuderpreis
Vanderhellen 13.03.2012
Zitat von sysopDie Firma aus dem Rheinland hofft auf bessere Chancen im Geschäft mit asiatischen Autobauern. Kiekert ist Weltmarktführer für Schließsysteme bei Autos.
Die Patente des Weltmarktführers gehen für nen Appel undn Ei nach China??? Hallo Wirtschaftsminister?? Hallo VDA?? Hallo deutsche Autohersteller? Merkt Ihr noch was? Die Hoffnung stirbt zuletzt - aber sie stirbt. Armes Deutschland.
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