Chiphersteller unter Druck: AMD streicht jede zehnte Stelle

Mit einem Personal-Kahlschlag will der Chiphersteller AMD Geld für Innovationen einsparen. Jeder zehnte Mitarbeiter muss gehen, im Gegenzug will die Firma in neue Entwicklungen investieren.

Sunnyvale - Rory Read hat erst vor wenigen Wochen die Führung bei AMD übernommen. Doch der Chef des US-Chipherstellers greift bereits mit aller Härte durch. Der Konzern streicht radikal Stellen. Etwa jeder zehnte der zuletzt rund 12.000 Mitarbeiter muss gehen. AMD-Chef Read kündigte an, er wolle das eingesparte Geld in die Entwicklung stromsparender Chips, den Ausbau von Geschäften in Schwellenländern und das Cloud Computing stecken.

Das Management geht davon aus, durch den Stellenabbau alleine im kommenden Jahr 118 Millionen Dollar mehr zur Verfügung zu haben. Im Schlussquartal dieses Jahres fallen aber erstmal Kosten in fast gleicher Höhe für den Umbau an. Neben rund 1400 einfachen Mitarbeitern verlassen laut US-Medienberichten auch Strategiechef Patrick Moorhead und Produktdirektor Carrell Killebrew das Unternehmen.

Read hat seinen Job Ende August angetreten. Er kommt vom chinesischen Computerbauer Lenovo Chart zeigen. Bei AMD Chart zeigen stehen ihm schwere Aufgaben bevor. Bei PC-Prozessoren muss der Konzern mit der Übermacht des Marktführers Intel fertig werden, zudem schwächen sich die Verkäufe branchenweit ab. Die Welt der Smartphones und Tablet-Computer wird vom britischen Chipdesigner ARM beherrscht.

AMD hatte zuletzt Quartal für Quartal schwarze Zahlen geschrieben. Einer der Gründe war die Auslagerung der kostspieligen Produktion in eine eigenständige Firma namens Globalfoundries, an der neben AMD vor allem eine Investmentfirma des Emirats Abu Dhabi beteiligt ist. Ein wichtiger Standort von Globalfoundries ist Dresden, wo es zuletzt Produktionsprobleme gab.

mmq/dpa-AFX

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