Wolkenkratzer in New York Karstadt-Eigner Benko kauft Chrysler Building

Ein legendärer Wolkenkratzer hat einen neuen Besitzer: Nach übereinstimmenden Berichten wird Investor René Benko das New Yorker Chrysler-Gebäude mit einem Partner übernehmen.

Chrysler Building
JUSTIN LANE/EPA-EFE/REX

Chrysler Building


Die Kaufsumme soll bei mehr als 150 Millionen Dollar (134 Mio. Euro) liegen: Die Signa-Holding des österreichischen Investors René Benko übernimmt gemeinsam mit einem US-Partner das weltberühmte Chrysler Building in New York.

Das bestätigten Unternehmenskreise den Agenturen dpa und Reuters. Zuvor hatte das "Wall Street Journal" darüber berichtet. Demnach werde Benkos Beteiligungsgesellschaft Signa das Gebäude gemeinsam mit der US-Firma RFR erwerben. Laut Reuters seien die beiden zu gleichen Teilen an einem Gemeinschaftsunternehmen beteiligt, das eine Kaufvereinbarung mit dem Besitzer unterzeichnet habe.

Benko ist in Deutschland vor allem als Kaufhaus-Investor bekannt. Seine Signa-Gruppe zählt mit einem Immobilienvermögen von mehr als 14 Milliarden Euro zu den größten Immobilieninvestoren in Europa. Benko hatte zuletzt die Möbelketten Kika und Leiner übernommen, die deutschen Warenhäuser Karstadt und Kaufhof fusioniert und sich bei zwei der größten Tageszeitungen Österreichs eingekauft.

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Das Chrysler Building zählt mit seiner silber glänzenden Spitze und den darunter liegenden Edelstahlbögen aus der Art-déco-Zeit zu den bekanntesten Hochhäusern der Welt. Bis in die Fünfzigerjahre hinein war der US-Autohersteller Chrysler der Hauptmieter, bis heute dient es mit seinen 77 Stockwerken als Bürohochhaus für viele verschiedene Unternehmen - allerdings zuletzt mit dem Ruf, dass eine dringende Renovierung nötig sei.

Das Chrysler Building hatte 2007 für eine kolportierte Summe von 800 Millionen Dollar die Besitzer gewechselt - kurz vor dem Platzen der Immobilienblase in den USA im gleichen Jahr.

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Nach seiner Einweihung 1930 war der Wolkenkratzer elf Monate lang Zeit das höchste Gebäude weltweit, bis ihm das Empire State Building den Rang ablief. Anders als dort gibt es im Chrysler Building keine öffentlichen Führungen oder eine Aussichtsplattform für Touristen.

mho/dpa/Reuters



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