Citibank USA wollen Staatsanteile verkaufen

Die US-Regierung will alle Anteile an der Großbank Citigroup verkaufen. Der Zeitpunkt des Verkaufs steht noch nicht fest. Die USA sind der mit Abstand größte Aktionär des Instituts, das Aktienpaket hat einen Marktwert von knapp 25 Milliarden Euro.

Citigroup Center in New York: Der Staat steigt aus, die Aktie legt zu
AP

Citigroup Center in New York: Der Staat steigt aus, die Aktie legt zu


Washington - Die US-Regierung will sich im Jahresverlauf komplett aus der mit Steuergeldern geretteten Citigroup Chart zeigen zurückziehen. Die rund 7,7 Milliarden Aktien sollen "geordnet und mit Bedacht" verkauft werden, teilte das Finanzministerium am Montag in Washington mit. Die genauen Schritte werden in einem Plan festgeschrieben, um mögliche Mauscheleien von vornherein auszuschließen. Zuständig für den Aktienverkauf ist die Investmentbank Morgan Stanley.

Der Staat hatte die Citigroup in der Finanzkrise mit Hilfen in Höhe von 45 Milliarden Dollar (rund 33,5 Milliarden Euro) stützen müssen. Einen Teil der Schulden beim Staat hat die Bank inzwischen beglichen, über die Aktienverkäufe will die Regierung auch den Rest des Geldes zurückbekommen. Mit 27 Prozent sind die USA der mit Abstand größte Aktionär des einst sehr mächtigen Instituts.

Für den Staat wird sich das Engagement auszahlen: Das ursprünglich für 25 Milliarden Dollar erworbene Aktienpaket ist aktuell 33,2 Milliarden Dollar wert. Für den schon zurückgezahlten 20-Milliarden-Dollar-Kredit musste die Citigroup zudem satte Zinsen berappen.

Aktienkurs geht nach oben

Nachdem bekannt wurde, dass der Staat bald aussteigt, stieg der Kurs zeitweise um weitere 1,4 Prozent an. Durch das Rettungspaket unterliegt die Citigroup einer Reihe von Beschränkungen, unter anderem bei der Bezahlung ihrer Top-Manager. Bankchef Vikram Pandit etwa bezieht nur ein symbolisches Jahresgehalt von einem Dollar.

Bereits in der vergangenen Woche hatten sich die Anzeichen verdichtet, dass die Citigroup bald wieder auf eigenen Beinen stehen muss. Ihren Verlust hat sie bereits deutlich eingedämmt: von 27,7 Milliarden Dollar vor zwei Jahren auf 1,6 Milliarden Dollar im vergangenen Jahr.

Pandit hat das Institut beschnitten und sich von riskanten Geschäften getrennt. Von den Milliardengewinnen vieler Konkurrenten wie etwa JPMorgan oder der Deutschen Bank ist die Citigroup aber noch weit entfernt. Sie zählt zu den größten Verlierern der Finanzkrise.

luk/dpa/AFP



Forum - Haben die Banken aus der Krise gelernt?
insgesamt 1528 Beiträge
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saul7 16.11.2009
1. Nein,
Zitat von sysopEin Jahr nach dem Beinahe-Kollaps der Finanzbranche fassen die Banker wieder Mut: Bei einem Gipfeltreffen in Frankfurt debattierten Ackermann und Co. die Lehren aus der Krise - und mokierten sich vor allem über die Regulierungswut der Regierungen. Haben die Banken Ihrer Meinung nach eigentlich etwas aus der Krise gelernt? Diskutieren Sie mit!
die Banken haben nichts aus der Krise gelernt, weil die Politik ihnen nicht längst überfällige Regularien verpasst hat. Die Zockerei darf also weitergehen. Auf eine Entschuldigung der Banken darf noch gewartet werden!!
hajott59, 16.11.2009
2. warum auch?
Nein, die haben nichts gelernt. Warum sollten sie auch? Wenn es eng wird, kommt das große Füllhorn über sie und gut ist!
yato, 16.11.2009
3. ackermänner in handschellen, statt mit viktory zeichen
es wurde auf beiden seiten des atlantiks versäumt die gigantischen staatshilfen an knallharte bedingungen zu koppeln und noch etwas noch wichtigeres wurde versäumt: den bankstern klarzumachen, dass nicht nur der kunde in den knast kommt, der eine bank überfällt, sondern dass dies auch umgekehrt gilt, wenn eine bank ihre kunden überfällt. man könnte dies noch nachholen... denn die heutige welt braucht ackermänner in handschellen, statt mit viktory zeichen zumindest beim nächsten mal, wenn die jungs den karren nochmal in den dreck fahren, (was absehbar ist) müssen sie entmachtet werden! geteert und gefedert und vor allem ihre gewinne und vermögen die heute schon faktisch auf kosten des steuerzahlers gehen, eingezogen werden! die scheinen nicht auf vernunft, sondern nur auf die peitsche zu hören, denn sie machen weiter wie vorher und fühlen sich sicher mit ihrer mächtigen lobby armee und ihre geburtstagsfeiern mit kanzlerin so gehts nicht!
yato, 16.11.2009
4. ackermänner in handschellen, statt mit viktory zeichen
es wurde auf beiden seiten des atlantiks versäumt die gigantischen staatshilfen an knallharte bedingungen zu koppeln und noch etwas noch wichtigeres wurde versäumt: den bankstern klarzumachen, dass nicht nur der kunde in den knast kommt, der eine bank überfällt, sondern dass dies auch umgekehrt gilt, wenn eine bank ihre kunden überfällt. man könnte dies noch nachholen... denn die heutige welt braucht ackermänner in handschellen, statt mit viktory zeichen zumindest beim nächsten mal, wenn die jungs den karren nochmal in den dreck fahren, (was absehbar ist) müssen sie entmachtet werden! geteert und gefedert und vor allem ihre gewinne und vermögen die heute schon faktisch auf kosten des steuerzahlers gehen, eingezogen werden! die scheinen nicht auf vernunft, sondern nur auf die peitsche zu hören, denn sie machen weiter wie vorher und fühlen sich sicher mit ihrer mächtigen lobby armee und ihre geburtstagsfeiern mit kanzlerin so gehts nicht!
yato, 16.11.2009
5. ackermänner in handschellen, statt mit viktory zeichen
es wurde auf beiden seiten des atlantiks versäumt die gigantischen staatshilfen an knallharte bedingungen zu koppeln und noch etwas noch wichtigeres wurde versäumt: den bankstern klarzumachen, dass nicht nur der kunde in den knast kommt, der eine bank überfällt, sondern dass dies auch umgekehrt gilt, wenn eine bank ihre kunden überfällt. man könnte dies noch nachholen... denn die heutige welt braucht ackermänner in handschellen, statt mit viktory zeichen zumindest beim nächsten mal, wenn die jungs den karren nochmal in den dreck fahren, (was absehbar ist) müssen sie entmachtet werden! geteert und gefedert und vor allem ihre gewinne und vermögen die heute schon faktisch auf kosten des steuerzahlers gehen, eingezogen werden! die scheinen nicht auf vernunft, sondern nur auf die peitsche zu hören, denn sie machen weiter wie vorher und fühlen sich sicher mit ihrer mächtigen lobby armee und ihre geburtstagsfeiern mit kanzlerin so gehts nicht!
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