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Umstrittene Krim-Zuordnung: Coca-Cola verärgert Russen und Ukrainer

Coca-Cola-Abfüllanlage in Russland: Zu welchem Land gehört die Krim? Zur Großansicht
ITAR-TASS/Corbis

Coca-Cola-Abfüllanlage in Russland: Zu welchem Land gehört die Krim?

Der Softdrink-Konzern Coca-Cola hat es geschafft, mit einem Neujahrgruß Kunden in Russland und der Ukraine gleichermaßen gegen sich aufzubringen. Der Grund: Eine Landkarte, auf der die Krim einem der Länder zugeschlagen wurde.

Eigentlich hatte der US-Getränkekonzern Coca-Cola seinen Kunden in Russland und der Ukraine zum neuen Jahr einfach nur alles Gute wünschen wollen - doch dann setzte er sich wegen des Streits um die Krim bei beiden Seiten in die Nesseln. Zu den Neujahrswünschen, die in Russlands beliebtestem sozialen Netzwerk WK veröffentlicht wurden, gehörte zunächst eine Karte der Russischen Föderation, auf der die von Russland annektierte Halbinsel Krim nicht eingezeichnet war.

Nach vielfacher Kritik wurde die Karte am Dienstag dann geändert - dieses Mal gehörte die Krim zu Russland, ebenso wie die zwischen Russland und Japan umstrittenen Kurilen-Inseln und die zwischen Polen und Litauen gelegene Exklave Kaliningrad. Diese Kartenversion zog wiederum die Wut ukrainischer Internetnutzer auf sich, von denen einige zum Boykott des US-Limonadenherstellers aufriefen.

Coca-Cola entschloss sich daher schließlich, die Neujahrskarte ganz aus dem Verkehr zu ziehen. "Liebe Freunde! Danke für eure Aufmerksamkeit. Es wurde entschieden, die Veröffentlichung, die für Unmut sorgte, zu löschen", erklärte der ukrainische Coca-Cola-Ableger auf seiner Facebook-Seite. Das Mutterunternehmen in den USA entschuldigte sich am Dienstagabend. Zugleich machte es in einer in Atlanta veröffentlichten Erklärung eine externe Agentur für den Fauxpas verantwortlich.

Die Russische Föderation hatte die Krim im Frühjahr 2014 nach einem Volksentscheid auf der Halbinsel in ihr Staatsgebiet eingegliedert. Die Regierung in Kiew und ihre westlichen Verbündeten sehen dies als völkerrechtswidrige Annexion und betrachten die Krim weiter als Teil der Ukraine.

nck/AFP

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