Coincheck Japanische Krypto-Börse will Nutzer nach Hackerangriff entschädigen

430 Millionen Euro - verschwunden. Die Krypto-Börse Coincheck, die durch einen Hackerangriff Millionen verloren hat, will ihren Nutzern das abhanden gekommene Digitalgeld erstatten. Jedenfalls zum größten Teil.

Coincheck-Chef Koichiro Wada (links) bei Pressekonferenz
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Coincheck-Chef Koichiro Wada (links) bei Pressekonferenz


Bei Coincheck war kurz zuvor Cybergeld im Wert von 58 Milliarden Yen (umgerechnet rund 430 Millionen Euro) abhanden gekommen. Die Börse meldete den Vorfall bei der Polizei und der japanischen Finanzaufsicht. Die Auszahlungen von nahezu allen Kryptowährungen wurden daraufhin ausgesetzt. Coincheck will den rund 260.000 Besitzern der Internetwährung japanische Yen als Entschädigung anbieten. 90 Prozent des verlorenen Geldes sollen ersetzt werden.

Der Zeitpunkt und die Vorgehensweise für den Schritt müssten noch geklärt werden.

Im Jahr 2014 hatte eine Cyberattacke den einst wichtigsten Handelsplatz für Bitcoin, Mt. Gox, in die Pleite getrieben. Damals verschwanden etwa 850.000 Bitcoin im Wert von rund einer halben Milliarde Dollar. Die Börse mit Sitz in Tokio meldete daraufhin Insolvenz an.

itz/Reuters



insgesamt 10 Beiträge
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Seite 1
TS_Alien 28.01.2018
1.
Jetzt stellt sich die Frage, woher eine Krypto-Börse so viel echtes Geld nehmen kann? Vielleicht ist der Hacker-Angriff nur ein Märchen. Das kommt rund um Krypto-"Währungen " öfter vor, als viele denken. Wenn zehn Prozent der erbeuteten Summe übrig bleiben und man sich für den Rest juristisch freikaufen kann, bleiben noch etliche Millionen übrig. Schneller kann man nicht Millionär werden.
the-t#h#inkerer 28.01.2018
2. kryptowährung...
... heißt so, weil niemand außer den Erfindern genau weiß, was sich dahinter verbirgt. Es ist also höchste Vorsicht geboten. Ein künstliches, digitales und vollkommen intransparentes Konstrukt als ?Währung? zu bezeichnen zeugt m.E. von sehr wenig Ahnung über das Wesen des Handels, der Märkte, der Hilfsmittel und deren Wirkmechanismen.
wanderer777 28.01.2018
3. An den Vorredner
An Kryptowährungen ist nichts geheimnisvolles - ausser vielleicht , das man erst mal seine typisch deutsche Bequemlichkeit überwinden und sich darüber informieren muss. Und genau damit haben viele anscheinend ein Problem, wenn man die meist schwachsinnigen Userkommentare liest. Also einfach mal ein , zwei gute Bücher über das Thema holen und sich schlau machen. Und bis dahin bitte nicht immer nach bester deutscher Tradition alles niedermeckern, was neu ist.
TS_Alien 28.01.2018
4.
Zitat von wanderer777An Kryptowährungen ist nichts geheimnisvolles - ausser vielleicht , das man erst mal seine typisch deutsche Bequemlichkeit überwinden und sich darüber informieren muss. Und genau damit haben viele anscheinend ein Problem, wenn man die meist schwachsinnigen Userkommentare liest. Also einfach mal ein , zwei gute Bücher über das Thema holen und sich schlau machen. Und bis dahin bitte nicht immer nach bester deutscher Tradition alles niedermeckern, was neu ist.
Neu ist nicht gleich gut. Ein dezentraler Ansatz ist nicht automatisch besser als ein zentraler Ansatz. (Dezentrale) Blockchains sind für Währungen ungeeignet. Man braucht keine Bücher. Wer auch nur ein wenig Ahnung von Informatik hat oder logisch denken kann, sieht die vielen Probleme der Krypto-"Währungen", insbesondere die des Bitcoins. Im Grunde genommen ist das ein Schneeballsystem mit lächerlich einfachen Kursmanipulationsmöglichkeiten und absurd hohem Energiebedarf. Manche werden dadurch reich. Genau wie bei anderen Schneeballsystemen.
besserwisser80 28.01.2018
5. Selbst Schuld!
Wer seine Gier nicht schnell genug befriedigen kann, ohne dafür einen rellen Gegenwert an Arbeit zu schaffen, dem gönne ich solche Verluste von ganzem Herzen. Schön naiv ist, wer tatsächlich in eine völlig intransparente und an und für sich wertlose Währung investiert. Dazu noch im Internet, in dem dann die Kryptowährungen, Hackerangriffen so gut wie schutzlos ausgeliefert sind. Mal zum Vergleich: Bei einem Banküberfall, können im besten Fall nur reelle Werte entwendet werden. Und davon auch nur so viel, wie davon in der jeweiligen Filliale gelagert werden. Für die Bank an sich ist das dann erstmal kein großer wirtschaftlicher Verlust. Im Netz kann ein einziger Angriff zum Totalverlust führen. Letztendlich sind Kryptowährungen nichts anderes als eine hochspekulative und hochriskante Kapitalanlage. Und wie bei jedem Schneeballsystem werden auch diese Blasen mittel und langfristig zerplatzen. Ein gutes Beispiel dafür wie zerstörend der Kapitalismus ist. Ein auf reine Gier ausgelegtes System, welches auch irgendwann zum Scheitern verurteilt ist. Von mir aus sehr gern lieber schneller als später.
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