Teurer Konzernumbau Commerzbank erneut mit Gewinneinbruch

Niedrige Zinsen und der Abbau Tausender Stellen haben das Geschäft der Commerzbank im vergangenen Jahr belastet. Das Geldhaus verdiente 2017 erneut weniger als im Vorjahr.

Zentrale der Commerzbank in Frankfurt am Main
DPA

Zentrale der Commerzbank in Frankfurt am Main


Die Commerzbank hat im vergangenen Jahre einen erneuten Gewinnrückgang verzeichnet. Unter dem Strich verdiente das Frankfurter Geldhaus 2017 noch 156 Millionen Euro - nach 279 Millionen Euro im Jahr zuvor und 1,1 Milliarden Euro im Jahr 2015. Vor allem die Kosten für den laufenden Stellenabbau machten sich dabei bemerkbar.

"Wir haben die Digitalisierung der Bank vorangetrieben und sind kräftig gewachsen", erklärte Bankchef Martin Zielke. "Das versetzt uns jetzt in die Lage, für das Geschäftsjahr 2018 wieder eine Dividende anzustreben."

Kern der Neuaufstellung der Commerzbank ist eine Offensive bei den Privatkunden. Bis zum Jahr 2020 will die Commerzbank zwei Millionen neue Kunden anlocken. Die Idee: Mehr Kunden bringen auf lange Sicht mehr Gewinne. Seit Bekanntgabe der Strategie im Herbst 2016 hat die Commerzbank rund 639.000 neue Kunden gewonnen, eine gute halbe Million davon im vergangenen Jahr.

Für den Konzernumbau, dem mehr als 7000 Stellen zum Opfer fallen, hatte Deutschlands zweitgrößte börsennotierte Bank bereits im Sommer Kosten von 807 Millionen Euro verbucht. Dass es dennoch zu einem Gewinn reichte, hat die Bank mehreren Sondererträgen zu verdanken - insbesondere aus dem Verkauf der Zentrale in Frankfurt.



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