Teure Panne Schweizer Bank überweist aus Versehen Millionensumme

Die Credit Suisse hat einem Hedgefonds-Manager versehentlich 1,5 Millionen Dollar zukommen lassen. Der Mann und das Geld sind seither verschwunden.

Schweizer Bankhaus: Teure Panne bei der Credit Suisse
REUTERS

Schweizer Bankhaus: Teure Panne bei der Credit Suisse


New York - Die Schweizer Bank Credit Suisse hat einem Hedgefonds-Manager durch eine kuriose Panne insgesamt 1,5 Millionen Dollar überwiesen. Nun sind sowohl das Geld als auch der Vermögensverwalter verschwunden, berichtete die "New York Times".

In insgesamt drei Tranchen soll die Bank die Summe am 13. Januar an Joseph G. überwiesen haben, auf ein Konto der Royal Bank of Canada. Erst 18 Tage später fiel einem Schweizer Bankmitarbeiter auf, dass der Hedgefonds sich damals schon in der Abwicklung befand und der Vermögensverwalter gar kein Geld mehr auf Konten der Credit Suisse hatte.

Die Schweizer Bank bat zunächst schriftlich um die Rückerstattung des Geldes. Der Manager habe darauf geantwortet, er sei gerade im Skiurlaub. "Keine Panik - ich kümmere mich drum", soll er in einer E-Mail geschrieben haben. Das sei das Letzte gewesen, was man von ihm gehört habe, so die Credit Suisse.

Von der Royal Bank of Canada hieß es, der Mann habe die Rücküberweisung des Geldes abgelehnt.

Die Credit Suisse reichte im August Klage ein. Doch von dem Vermögensverwalter fehlt weiterhin jede Spur. Er soll in Monaco wohnen, heißt es. Einem Reporter der "New York Times" antwortet Joseph G. per E-Mail, er wisse nichts von einem Gerichtsprozess. Die Vorwürfe seien "lächerlich".

vet/dpa

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