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Cyber-Attacken US-Großbanken schmieden Allianz gegen Hacker

Morgan-Stanley-Filiale: Kampf gegen Cyber-AttackenZur Großansicht
AP

Morgan-Stanley-Filiale: Kampf gegen Cyber-Attacken

Amerikas Finanzbranche fürchtet einen Großangriff aus dem Cyberspace. Experten von Morgan Stanley, Goldman Sachs und Co. fahnden jetzt gemeinsam nach Strategien gegen Hacker. Die Attacken werden für die Geldindustrie zu einer ernsten Bedrohung.

New York/Hamburg - Aktion Aurora war nur der Anfang. Vor gut neun Monaten sollen sich Hacker unter anderem Zugriff zum Computernetzwerk von Morgan Stanley verschafft haben. Sie pflanzten offenbar Schadsoftware in das Netzwerk der Großbank ein, mit deren Hilfe sich geheime Daten und interne Kommunikationen ausspähen lassen. Der Fall birgt Brisanz: Die Bank berät Unternehmen bei milliardenschweren Übernahmen. Verschwiegenheit ist dabei oberste Pflicht.

Von Morgan Stanley war zu dem Vorgang damals offiziell nichts zu hören, doch der Schock saß tief. Denn der Vorfall zeigt: Amerikas Banken sind durch Angriffe aus dem Cyberspace immer mehr gefährdet. Der Druck, sich besser abzusichern, ist groß. So groß offenbar, dass die sonst zutiefst misstrauische und konkurrenzbetonte Branche plötzlich ungewöhnlich viel Teamgeist entwickelt.

Laut "Wall Street Journal" arbeiten die ganz großen US-Banken derzeit gemeinsam Strategien aus, um sich gegen Hacker-Angriffe besser zu schützen. Sie tauschen dabei erstaunlich viele Informationen untereinander aus - obwohl einige Banken durchaus fürchten, der Konkurrenz zu viele Einblicke in ihre Operationen zu geben. Konkret geht es laut dem Bericht um zwei Initiativen:

  • Noch diesen Monat wollen sich demnach Experten von Morgan Stanley, Goldman Sachs und anderen Instituten mit Wissenschaftlern der New Yorker Universität treffen. Die Gruppe erwäge, eine zentrale Kontrollstelle zu schaffen, die riesige Mengen Bankendaten auswerten soll, um potentielle Gefahren frühzeitig zu erkennen.
  • Außerdem lade die Bank of America einmal pro Quartal Vertreter anderer Geldhäuser ein, um gemeinsam Abwehrstrategien gegen Hacker zu besprechen.

Angriffe aus dem Cyberspace haben im vergangenen Jahr stark zugenommen. Neben Morgan Stanley Chart zeigen und Google Chart zeigen sahen sich unter anderem Sony Chart zeigen, die CIA und noch zahlreiche andere Behörden und Unternehmen groß angelegter Attacken ausgesetzt. Die Bankenbranche, in der Vertrauen das höchste Gut ist, hält solche Angriffe für besonders imageschädigend.

Entsprechend rüsten auch die Finanzinstitute auf. Jüngst wurde bekannt, dass die Branche dabei auch auf die Mithilfe des US-Geheimdienstes NSA setzt. In den kommenden zwei Jahren dürften Finanzunternehmen rund eine Milliarde Dollar für Abwehrmaßnahmen ausgeben, schätzt die Unternehmensberatung PricewaterhouseCoopers.

Und entsprechend setzen sie auf Kooperation: "Wir haben erkannt, dass wir als Industrie ebenso zusammenarbeiten müssen wie die Betrüger", sagte Keith Gordon, Sicherheitsexperte bei der Bank of America, dem "Wall Street Journal".

ssu

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insgesamt 7 Beiträge
Meckermann 10.01.2012
---Zitat--- "Wir haben erkannt, dass wir als Industrie ebenso zusammenarbeiten müssen wie die Betrüger", sagte Keith Gordon, Sicherheitsexperte bei der Bank of America, dem "Wall Street Journal". [...]
---Zitat--- "Wir haben erkannt, dass wir als Industrie ebenso zusammenarbeiten müssen wie die Betrüger", sagte Keith Gordon, Sicherheitsexperte bei der Bank of America, dem "Wall Street Journal". ---Zitatende--- Wie die Betrüger? Er meint wohl wie die ANDEREN Betrüger, also diejenigen, die nicht gleichzeitig auch Banken sind.
Finsternis 10.01.2012
Was passiert wenn diese Kontrollstelle, die sämtliche Bankdaten kontrolliert, gehackt wird? Dann wäre das Problem umso größer. Vielleicht sollte man stattdessen die technischen Sicherheitsstandards erhöhen. Kontrolle schafft nur [...]
Was passiert wenn diese Kontrollstelle, die sämtliche Bankdaten kontrolliert, gehackt wird? Dann wäre das Problem umso größer. Vielleicht sollte man stattdessen die technischen Sicherheitsstandards erhöhen. Kontrolle schafft nur noch mehr Kontrolle und kann, wenn sie in die falschen Hände gerät, größeren Schaden anrichten.
Gerdtrader50 10.01.2012
Die Hackervorgänge mit Schadsoftware, Firewall-Lücken, Trojaner, etc. sind meist für Laien ein Buch mit sieben Siegeln. Für mich auch. Aber könnte man denn nicht lediglich das Onlinebanking im I-Net belassen und es so gut als [...]
Zitat von sysopAmerikas Finanzbranche fürchtet einen Großangriff aus dem Cyberspace. Experten von Morgan Stanley, Goldman Sachs und Co. fahnden jetzt gemeinsam nach Strategien gegen Hacker. Die Attacken werden für die Geldindustrie zu einer ernsten Bedrohung. Cyber-Attacken: US-Großbanken schmieden Allianz gegen Hacker - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft (http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,808132,00.html)
Die Hackervorgänge mit Schadsoftware, Firewall-Lücken, Trojaner, etc. sind meist für Laien ein Buch mit sieben Siegeln. Für mich auch. Aber könnte man denn nicht lediglich das Onlinebanking im I-Net belassen und es so gut als möglich absichern mit Tan-Generatoren, sodass keiner unbefugt überweisen kann ? Abbuchen ginge ja schon bei Bekanntheit der Kontodaten. Kann man ja aber zurückholen. ein anderes Thema ist die Sicherheit von Creditkarten. Alle anderen relevanten Bankdaten liessen sich doch mit seperatem System aus dem I-Net draussen halten ? Dann wären doch zumindest mal ein Grossteil derer Sorgen nicht mehr vorhanden ?
roland.vanhelven 10.01.2012
die herren lassen sich fuer geld hacken, damit der weg fuer internet 2.0 und den kill switch geebnet wird. totale zensur, ende des freien informationsflusses. klassisches besispiel war stuxnet von der cyber divison des FBI. [...]
Zitat von FinsternisWas passiert wenn diese Kontrollstelle, die sämtliche Bankdaten kontrolliert, gehackt wird? Dann wäre das Problem umso größer. Vielleicht sollte man stattdessen die technischen Sicherheitsstandards erhöhen. Kontrolle schafft nur noch mehr Kontrolle und kann, wenn sie in die falschen Hände gerät, größeren Schaden anrichten.
die herren lassen sich fuer geld hacken, damit der weg fuer internet 2.0 und den kill switch geebnet wird. totale zensur, ende des freien informationsflusses. klassisches besispiel war stuxnet von der cyber divison des FBI. so etwas wird bestimmten gruppen in die schuhe geschoben, um die politische agenda zu stuetzen. ist ja nichts neues...
lupenrein 10.01.2012
Bin zwar auch kein Fachmann, aber ich glaube, ohne den Rest des Systems wären online-Überweisungen gar nicht möglich. Ein Zugriff auf alle Kundenkonten aus dem Netz ist für online-Banking eine Voraussetzung. Oder liege ich da [...]
Zitat von Gerdtrader50Die Hackervorgänge mit Schadsoftware, Firewall-Lücken, Trojaner, etc. sind meist für Laien ein Buch mit sieben Siegeln. Für mich auch. Aber könnte man denn nicht lediglich das Onlinebanking im I-Net belassen und es so gut als möglich absichern mit Tan-Generatoren, sodass keiner unbefugt überweisen....
Bin zwar auch kein Fachmann, aber ich glaube, ohne den Rest des Systems wären online-Überweisungen gar nicht möglich. Ein Zugriff auf alle Kundenkonten aus dem Netz ist für online-Banking eine Voraussetzung. Oder liege ich da falsch ?
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