Washington - Die Hoffnungen auf ein Anziehen der US-Konjunktur haben am Dienstag einen deutlichen Dämpfer bekommen. Das Vertrauen der US-Verbraucher ließ völlig unerwartet nach, wie das private Forschungsinstitut Conference Board am Dienstag in Washington mitteilte. Der Index sei im Januar um mehr als drei Punkte auf 61,1 gefallen. Im Dezember hatte er mit 64,8 Punkten noch auf dem höchsten Stand seit Anfang 2011 gelegen. Experten hatten eigentlich damit gerechnet, dass der Index noch weiter steigt. Er basiert auf Befragungen von 5000 Haushalten und wird von Kennern aufmerksam beobachtet.
Die amerikanischen Verbraucher sorgten sich vor allem über steigende Benzinpreise und Schwierigkeiten bei der Arbeitsplatzsuche, berichtete die Fachagentur Bloomberg.
Die Daten zeigten, "wie zerbrechlich der Aufschwung nach Ansicht der Haushalte ist", sagte der Analyst Steven Wood von der kalifornischen Firma Insight Economics. Das liege auch an dem erbitterten Streit zwischen den Parteien in Washington über die richtige Wirtschaftspolitik.
Die schlechte Stimmung unter den US-Verbrauchern wirkte sich auch auf den deutschen Aktienmarkt aus. Der Leitindex Dax wurde vor Veröffentlichung der US-Daten noch mit mehr als einem Prozent im Plus notiert. Danach stürzte er ab und schloss bei 6.458,91 Punkten - ein Mini-Plus von 0,22 Prozent.
kha/dpa-AFX
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