Mutmaßliche Geldwäsche in Estland Ermittlungen gegen größte dänische Bank

Die Danske Bank soll jahrelang in Estland insgesamt Hunderte Millionen Euro gewaschen haben. Die dänischen Behörden haben nun Ermittlungen gegen das größte Geldhaus des Landes eingeleitet.

REUTERS


Die dänischen Behörden ermitteln wegen Geldwäsche gegen das größte Geldhaus des Landes. Es sei eine Untersuchung gegen die Danske Bank eingeleitet worden, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Dabei gehe es um Transaktionen in Estland im Wert von mehreren Milliarden dänischen Kronen (Hunderte Millionen Euro), die von 2007 bis 2015 stattgefunden haben sollen.

Die Danske Bank hat Lücken bei ihren Vorkehrungen gegen Geldwäsche in Estland zugegeben. Einige Manager der Bank sind bereits zurückgetreten. Die Ergebnisse ihrer eigenen Untersuchung, die die Jahre 2007 bis 2015 betrifft, will sie im September präsentieren. Bereits vergangene Woche hatte die estnische Staatsanwaltschaft mitgeteilt, dass sie Ermittlungen eingeleitet hat.

Die Untersuchungen sollen begonnen haben, nachdem Medien über Geldbewegungen der Putin-Familie in Estland berichteten.

ans/Reuters/AP

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insgesamt 3 Beiträge
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knew8it8told8u8so 07.08.2018
1. Schon bitter
wenn das die größte Bank des Landes macht. Bei kleinen könnte ich es noch verstehen aber dem... schon dreist.
der_rookie 07.08.2018
2. Hm
Bitte dies als Beispiel nehmen wie Branchen reguliert werden sollten: Banken müssen wirksame Maßnahmen ergreifen um Geldwäsche durch ihre Kunden zu verhindern. Falls die Banken zu lasch agieren werden sie bestraft. Banken müssen somit auf zweifelhafte Geschäftskunden verzichten, müssen ihre Kunden mit teils umständlichen Formularen nerven und können nicht jeden technisch möglichen Dienst anbieten. Und das alles wird durch kompetente Aufsichtsbehörden kontrolliert. Natürlich läuft das nicht im Einzelfall perfekt, aber das Prinzip passt und wird nicht in Frage gestellt. Bitte dasselbe Beispiel auch auf „moderne“ Branchen übertragen. Insbesondere - Internethandelsplattformen sollten Maßnahmen ergreifen betrügerische oder Steuerhinterziehende Händler von ihren Plattformen auszuschließen. Wenn sie das nicht ernsthaft versuchen sollten Amazon, Ebay und Co bestraft werden - Social Media Plattformen sollten Maßnahmen ergreifen Verleumdungen auf ihren Plattformen zu unterbinden. Wenn sie das nicht ernsthaft versuchen, dann sollten Facebook und Co bestraft werden - Betreiber von Pornowebseiten sollten Maßnahmen ergreifen um den Besuch ihrer Seiten durch Minderjährige zu verhindern. Wenn sie das nicht ernsthaft versuchen, dann sollten sie bestraft werden - Etc.
In Kognito 07.08.2018
3. Wo sind eigentlich 1,3 Mrd. USD EU-Gelder!?
Ist ja schön und gut, wenn wir uns um "Putins" Gelder kümmern, aber wo sind eigentlich die 1,3 Mrd.!!! USD EU-Gelder, die aus Moldau "verschwunden" sind, unter einer EU-"freundlichen" Regierung? Immerhin 15% des Staatsbudgets dieses armen Landes. Einfach aus 3 Banken "abgezogen", ins Baltikum. Darüber zu berichten ist wohl ungesund?
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