Standort Kecskemet Daimler baut zweites Werk in Ungarn für eine Milliarde Euro

Der Autobauer Daimler investiert eine Milliarde Euro für eine sogenannte Full-Flex-Fabrik in Ungarn, in der verschiedene Modelle an einem Band produziert werden können. Es ist das zweite Daimler-Werk an diesem Standort.

Daimler Werk in Kecskemet
DPA

Daimler Werk in Kecskemet


Für eine Milliarde Euro baut Daimler seinen Standort im ungarischen Kecskemet aus und errichtet dort ein zweites komplettes Pkw-Werk. Es soll die erste sogenannte Full-Flex-Fabrik für Fahrzeuge von Mercedes-Benz werden, in der verschiedene Modelle mit unterschiedlichen Antriebsarten an einem Band produziert werden können. Dies teilte der Autobauer am Dienstag zur Grundsteinlegung mit.

Das neue Werk, zu dem Presswerk, Rohbau, Oberflächenbearbeitung und Montage gehören, soll den Angaben zufolge 2500 Arbeitsplätze schaffen und Anfang des kommenden Jahrzehnts den Betrieb aufnehmen. Nach dem Vorbild der derzeit in Sindelfingen entstehenden "Factory 56" soll es zudem komplett digitalisiert und rundum vernetzt sein sowie CO2-neutral mit Energie versorgt werden.

Daimlers erstes Werk in Kecskemet mit rund 4000 Mitarbeitern produziert seit 2012. Dort werden die A- und B-Klasse sowie die CLA-Modelle gebaut.

cop/dpa



insgesamt 11 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
maxbeck54 05.06.2018
1. Wie wäre es Mal,
in Deutschland zu investieren. Die Kosten in Ungarn mögen zwar niedriger sein, aber wer soll all die teueren Autos kaufen? Wenn die Kaufkraft hier runter geht, dann auch die Nachfrage. Die Ungar können sich kaum die Autos leisten. Und, wenn alle Unternehmen so agieren, dann können die gleich ihre Werke dort schliessen, da kaum Jemand hier die Autos sich leisten wird.
geschneider 05.06.2018
2. Das ist eine gute Nachricht.
Die Deutschen haben eine Sorge weniger. Falls Onkel Donalds Eskapaden auch Autoimporte erfassen werden, sind die deutschen Arbeitnehmer aussen vor. Über diese Jobs müssen sich dann ungarische Arbeitnehmer Sorgen machen. Und ehrlich gesagt, die deutschen Aktionäre gehen mir am Allerwertesten vorbei.
joachim.kobinger 05.06.2018
3. Daimler baut....
Das ist eine beschaemende Nachricht, da Daimler damit eine Regierung unterstuetzt, die eindeutig totalitaere tendenzen aufweist. Rechtstsaatlichkeit unterminiert und Korruption dazu benutzt ihre eigene Bevoelkerung zu benachteiligen. Daimler stellt sich damit auf die gleiche Stufe. Ich bin nicht naiv, um nicht zu wissen, dass grosse Konzerne ihren Aktionaeren dienen muessen und daher Profit ueber alles stellen. Ich frage mich nur warum es denn nicht moeglich ist in den Ostlaendern Deutschlands sowas zu machen. Im Zusammenschluss mit der Politik muss es moeglich sein Anreize zu schaffen, die Investitionen in diesen Laendern erlauben. Damit waere den Shareholders, den Menschen in den Ostlaendern geholfen und den Populisten den Naehrboden entzogen. Ein trauriger Tag fuer einen langjaehrigen Mercedeskunden und ein Grund genauer hinzuschauen wen man beim Kauf unterstuetzt.
Wunderläufer 05.06.2018
4. Wirtschaft
..macht Politik und unterstützt auf diesem Weg einen erklärten Anti-Demokraten.
querulant_99 05.06.2018
5.
Für die Wirtschaft ist doch das politische System völlig irrelevant. Entscheidend ist doch, dass gute Gewinne erwirtschaftet werden können, und die Staatsführung dem Investor keine Knüppel zwischen die Beine wirft. So funktioniert nun mal der Kapitalismus, den Sie doch nicht in Frage stellen wollen.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.