Gehälter in Dax-Konzernen Zetsche verdient am meisten

Jahrelang führte der frühere VW-Chef Martin Winterkorn das Ranking der Top-Verdiener im Dax an - nun rückt vorerst Daimler-Chef Dieter Zetsche an die Spitze.

Daimler-Chef Zetsche: Großer Erfolg - hohes Salär
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Daimler-Chef Zetsche: Großer Erfolg - hohes Salär


Daimler-Chef Dieter Zetsche kann sich über eine mehr als ordentliche Gehaltserhöhung freuen: 16 Prozent hat der 62-Jährige im vergangenen Jahr mehr verdient als noch 2014. In absoluten Zahlen erhielt Zetsche 2015 einschließlich Bonuszahlungen 9,7 Millionen Euro, das geht aus dem nun veröffentlichten Geschäftsbericht des Autokonzerns hervor. Im Jahr zuvor waren es noch 8,4 Millionen Euro gewesen.

Damit ist Zetsche - zumindest zum jetzigen Stand - der Top-Verdiener unter den Chefs der 30 Dax-Konzerne, zeigt eine Studie der Beratungsgesellschaft hkp. Viele Jahre lag Zetsche in dieser Rangliste auf dem zweiten Platz hinter dem früheren Volkswagen-Chef Martin Winterkorn. Der musste seinen Posten jedoch im vergangenen Jahr im Zuge der Abgasaffäre räumen. Wie viel sein Nachfolger Matthias Müller verdient, ist noch nicht öffentlich.

Auch die anderen deutschen Autohersteller haben ihre Geschäftsberichte und damit auch die Vergütung ihrer Vorstände noch nicht veröffentlicht. Bislang ist in diesem Geschäftsjahr Siemens-Chef Joe Kaeser mit einem Salär von gut 6,5 Millionen Euro nach Zetsche der bestverdienende Vorstandsvorsitzende eines Dax-Konzerns.

Zetsche darf bis Ende 2019 bleiben

Zetsche ist übrigens nicht nur Spitzenverdiener unter den Konzernchefs, sondern auch derjenige mit den höchsten Pensionsansprüchen: Daimler Chart zeigen hat für seine Rente laut Geschäftsbericht 37,9 Millionen Euro zur Seite gelegt. Darüber hinaus flossen im vergangenen Jahr durch fällig gewordene Aktienoptionen weitere 6,4 Millionen Euro auf sein Konto.

Die knapp zehn Millionen Euro Vergütung für das vergangene Jahr sieht Zetsche allerdings nicht sofort. Das Salär des Daimler-Vorstands setzt sich aus fixen und variablen Teilen zusammen. Letztere bestehen auch aus langfristigen Komponenten, deren Wert sich zum Beispiel an der Entwicklung der Konkurrenz bemisst und sich über die Jahre noch verändern kann.

Erst vor wenigen Tagen war der Vertrag Zetsches um weitere drei Jahre bis Ende 2019 verlängert worden - auch wegen seiner Erfolge: Anfang Februar konnte er einen Rekordgewinn für das vergangene Jahr verkünden. Der Überschuss des Stuttgarter Autobauers erreichte 2015 nach Steuern 8,9 Milliarden Euro. Die Marke Mercedes-Benz ist nach Jahren wieder ähnlich renditestark wie die Rivalen Audi Chart zeigen und BMW Chart zeigen.

fdi/Reuters/dpa

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