Verstoß gegen soziale Standards Daimler trennt sich von Sarah Wiener

Der Autokonzern Daimler hat nach SPIEGEL-Informationen seine Verträge mit Firmen der Fernsehköchin Sarah Wiener beendet. Der Grund: Mitarbeiter sollen dort mehr als zehn Stunden täglich gearbeitet haben.

Köchin Sarah Wiener: "Einvernehmlich" von Autobauer Daimler getrennt
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Köchin Sarah Wiener: "Einvernehmlich" von Autobauer Daimler getrennt


Hamburg - Was zu viel ist, ist zu viel: Die Daimler AG hat Werkverträge mit zwei Firmen der Sarah-Wiener-Gruppe zum 30. November abrupt beendet. Mitarbeiter sollen dort gesetzwidrig mehr als zehn Stunden täglich gearbeitet haben – schwere Verstöße gegen die sozialen Grundsätze des Autobauers für Werkvertragunternehmen. Ein Auditorenteam von Daimler hatte dies nach SPIEGEL-Informationen im Oktober bei Kontrollen aufgedeckt. (Diese Meldung stammt aus dem SPIEGEL. Den aktuellen SPIEGEL lesen Sie hier).

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Heft 1/2015
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Daimler zahlte jährlich mehr als 700.000 Euro an die SW Museumsgastronomie im Restaurant des Stuttgarter Mercedes-Museums und an die Sarah Wiener Bremen GmbH als Betreiberin der Gaststätte im Bremer Kundencenter. Dafür sollten die Firmen die Restaurants in Eigenregie betreiben.

TV-Köchin Wiener war für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Sie sei, so ihr Management, "nicht zuständig, sondern die SW Museumsgastronomie und die Sarah Wiener GmbH". Arbeitszeitverstöße seien korrigiert worden, die Trennung sei "einvernehmlich" erfolgt.

Beide Restaurants werden nun von anderen Betreibern weiter betrieben, alle Arbeitsplätze wurden erhalten.



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insgesamt 188 Beiträge
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querollo 28.12.2014
1. Ach so!
Na, dann kennen wir ja jetzt auch den Grund für den jüngsten Agentur-Wechsel. Bei JvM wird ja auch gern mal länger als 10 Stunden gearbeitet. Wie man hört, auch von J und vM selbst.
Hornblower, 28.12.2014
2. Frau Wiener
nicht wahr, das biegen Sie doch wieder gerade. Sehe so gerne Ihre Sendungen, wenn Sie Streifzüge durch Frankreich etc. machen. Ihre Preise könnte ich mir nicht leisten, also muss ich auf ordentlicher Bezahlung Ihrer Mitarbeiter bestehen, sonst gerät bei vielen kleinen Defekten unser gesamtes Wirtschaftssystem in Schieflage. Dorothee Sehrt-Irrek
wermoe 28.12.2014
3. Länger arbeiten für weniger Geld !
Wer im Niedriglohnsektor tätig ist, darf halt länger schuften, um halbwegs über die Runden zu kommen ! Alternativ lockt ja immer noch ein Leben in Saus und Braus in Hartz IV ...
neinsagen 28.12.2014
4. wer glaubt wird seelig wer nicht glaubt kommt auch in
den Himmel. Daimler und fair, zwei Worte die nicht zueinander passen. Wer drückt die Zulieferbetriebe bis diese pleite gehen und werden dann zwangsläufig von Daimler aufgekauft damit Daimler die Bauteile bekommt. Und wer säuft in Davos Cognac für 100 Euro das Gläschen? halle Daimler baut anständige Autos wie früher und nicht solche die nach 5 Jahren völlig Durchrosten (nicht wahr?) die B-Klasse allen voran rostet noch ehe die Unterschrift auf dem Kaufvertrag trocken ist. Und beim Diesel der Quersitzende Motor mit den Immerdefekten Glühkerzen, Fehlplanung und Inspektionskostenintensiv. Es war einmal ein Daimler...das Märchen vom Klasse Auto ist vor 1989 zu Ende gegangen, das letzte Auto mit Wert war die Serie 124 W;
BSC 28.12.2014
5. 10 Stunden
Da wird sich Mercedes aber schwertun, eine Firma aus dem Gastronomie Bereich zu finden, wo das Personal tatsächlich weniger Stunden arbeitet. So etwas ist rein praktisch gar nicht möglich. Veranstaltungen, die bis spät abends oder Nacht dauern, haben niemals eine zweite Mannschaft, die dann um 2 Uhr morgens die Ablöse macht.
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