Kostensenkung: Daimler will 150 Millionen Euro IT-Kosten sparen

Dieter Zetsche: Der Daimler-Boss (Archivbild) muss sparen Zur Großansicht
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Dieter Zetsche: Der Daimler-Boss (Archivbild) muss sparen

Der Autokonzern Daimler will ausgelagerte IT-Services künftig wieder selbst anbieten. So wollen die Stuttgarter bis zu 150 Millionen Euro sparen. Trotz der Kostensenkung sollen keine Arbeitsplätze abgebaut werden.

Stuttgart - Der Autobauer Daimler will seine IT-Kosten kräftig drücken. "Bis Ende 2016 haben wir uns eine Kostensenkung von 150 Millionen Euro zum Ziel gesetzt", sagte Personal- und IT-Vorstand Wilfried Porth der Branchenzeitung "Automobilwoche".

Bislang waren IT-Services an externe Dienstleister ausgelagert. Sie sollen künftig zurück in den Konzern geholt werden. Daimler will alle SAP-Systeme im Konzern wieder in Eigenregie betreiben und weiterentwickeln. Dadurch lasse sich ein Viertel der Kosten von 600 Millionen Euro einsparen, sagte Chief Information Officer Michael Gorriz.

Wie die Automobilwoche weiter berichtet, sollen in Indien und der Türkei sogenannte SAP-Kompetenzzentren aufgebaut und zusätzliches Personal eingestellt werden. In Deutschland sind offenbar keine neuen Stellen geplant. Immerhin: Die neuen Kapazitäten sollen nicht zu Lasten der rund 5000 heimischen IT-Mitarbeiter gehen. "Wir wollen unseren Mitarbeiter-Stamm hierzulande stabil halten", so Gorriz.

Daimler setzt derzeit ein milliardenschweres Sparprogramm um, um die schwächelnde Kernmarke Mercedes wieder auf Vordermann zu bringen und den Rückstand auf BMW und Audi aufzuholen. Bis Ende 2014 will der Stuttgarter Konzern bei Mercedes zwei Milliarden Euro einsparen und dafür jeden Stein umdrehen, wie Daimler Ende Oktober angekündigt hatte.

Erst Ende Mai war bekannt geworden, dass Daimler offenbar sein Vertriebsnetz ändern will. So soll der Autobauer erwägen, einzelne Niederlassungen zu verkaufen, zusammenzulegen oder kleinere Standorte zu schließen.

rom/Reuters

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insgesamt 46 Beiträge
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1. Eigentlich
leon01hard 09.06.2013
Zitat von sysopDer Autokonzern Daimler will ausgelagerte IT-Services künftig wieder selbst anbieten. So wollen die Stuttgarter bis zu 150 Millionen Euro sparen. Trotz der Kostensenkung sollen keine Arbeitsplätze abgebaut werden. Daimler will 150 Millionen Euro IT-Kosten sparen - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/daimler-will-150-millionen-euro-it-kosten-sparen-a-904616.html)
müssten die nur endlich wieder gute Autos bauen und diese nicht von ungelernten Arbeitern mit Werkverträgen bauen lassen. Was kommt als nächstes Modell? Ein Renault Megane mit Stern auf dem Kühler? Ich lach' mich kaputt ...
2.
marthaimschnee 09.06.2013
Irgendwer redet da Blech! Die IT wurde (und wird) normal ausgelagert, weil das Kosten spart. Jetzt soll sie wieder eingelagert werden, weil das Kosten spart. Ja was denn nu? Vielleicht sollte man überlegen, die in gerade großen Konzernen wuchernden Umstrukturierungsabteilungen abzubauen. Ich habe den Eindruck, die Planung und Ausführung dieser Maßnahmen verschlingt mehr, als sie jemals bringen! Und nach der Umorganisation ist schließlich vor der Umorganisation. Man will sich ja nicht selbst arbeitslos machen!
3. Naiv
wrzlbrnft 09.06.2013
Daimler wird mit den Kompetenzzentren in Indien und Türkei viel "Freude" haben und sich wundern wieviel da eingespart wird.
4. Nicht schnell genug und ohne
rambo-1950 09.06.2013
Rücksicht auf Kosten, z.T. auch aus mangelnder Kapazität, wurden IT-Dienstleistungen ausgelagert. Jetzt sollen diese wieder in Konzern integriert und dafür in Indien und der Türkei Kompetenzzentren geschaffen werden. Eine Frage der Zeit, bis dann deutsche IT-Fachleute auf der Straße sitzen und dann im Dacia statt Daimler fahren werden..........
5. sparen,
ms66 09.06.2013
um die schwächelnde Kernmarke Mercedes wieder auf Vordermann zu bringen? Na, ob das der richtige Weg sein wird. Ich hoffe, vor allem für die Arbeitnehmer in Deutschland, dass bestimmte mercedestypische Tugenden wieder Einkehr halten. Was unterscheidet die neue A-Klasse von anderen Fahrzeugtypen dieser Klasse, außer, dass sie zu spät kam, und versucht einem Trend hinterherzulaufen, und dabei von hinten aussieht wie ein Opel-Astra von vorgestern.
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