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Vertrag verlängert: Zetsche bleibt bis Ende 2019 Daimler-Chef

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AP/dpa

Daimler-Chef Zetsche: Vertrag bis Ende 2019 verlängert

Zehn Jahre ist Dieter Zetsche schon Daimler-Chef, drei weitere Jahre sollen es werden: Der Aufsichtsrat des Autobauers hat den Vertrag des 62-Jährigen bis Ende 2019 verlängert.

Der Aufsichtsrat von Daimler hat den Vertrag von Vorstandschef Dieter Zetsche bis Ende 2019 verlängert. Damit hat das Kontrollgremium eine entsprechende Ankündigung aus dem vergangenen April umgesetzt. Der Vertrag Zetsches wäre sonst Ende dieses Jahres ausgelaufen. Der 62-Jährige führt den Autokonzern seit 2006.

Zetsche hat in der vergangenen Woche einen Rekordgewinn verkünden können. Vor Steuern und Zinsen verdiente Daimler im vergangenen Jahr 13,8 Milliarden Euro bei einem Umsatz von 149,5 Milliarden Euro. Allerdings sind die Aussichten für dieses Jahr nicht allzu positiv. Statt zweistelliger Wachstumsraten rechnet der Konzern für 2016 nur noch mit einem leichten Plus.

Parallel zur Vertragsverlängerung Zetsches leitete der Aufsichtsrat eine Verjüngung des Daimler-Vorstands ein. Der 61 Jahre alte Entwicklungsvorstand Thomas Weber wird zum Jahresende ausscheiden. Seinen Posten übernimmt Anfang 2017 der 46-jährige Ola Källenius, der bisher den Pkw-Vertrieb im Vorstand verantwortet.

Drei Konkurrenten für Källenius

Källenius wird schon seit einiger Zeit als ein möglicher Nachfolger von Dieter Zetsche an der Konzernspitze gehandelt. Der gebürtige Schwede führte bei Mercedes den Online-Verkauf und die App "MercedesMe" ein, mit dessen Hilfe Mercedes-Fahrer aktuelle Daten über ihr Auto abrufen, den Wagen aber zum Beispiel auch aus der Ferne schließen können. Außerdem trimmte er das teure Niederlassungsnetz und verkaufte Teile davon.

Auf seinem neuen Posten als Entwicklungschef muss Källenius nun beweisen, dass er nicht nur Autos verkaufen kann, sondern auch etwas von Technik und Motoren versteht. In den kommenden Jahren werden Themen wie E-Mobilität und autonomes Fahren voraussichtlich zunehmend wichtig werden - vor allem für einen Premiumhersteller wie Daimler.

Als Konkurrenten von Källenius für den Chefposten gelten seine Vorstandskollegen Wolfgang Bernhard, Hubert Troska und Bodo Uebber - die allerdings alle Mitte 50 sind und damit deutlich älter sind.

fdi/dpa

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