Daniela Weber-Rey Deutsche Bank verliert weitere weibliche Führungskraft

Daniela Weber-Rey sollte einen Kulturwandel bei der Deutschen Bank begleiten. Nach knapp drei Jahren verlässt die Expertin für gute Unternehmensführung das Institut.

Daniela Weber-Rey (Archiv)
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Daniela Weber-Rey (Archiv)


Bei der Deutschen Bank geht die zweite prominente weibliche Führungskraft aus der Zeit von Ex-Vorstandschef Anshu Jain. Die für gute Unternehmensführung (Corporate Governance) zuständige Daniela Weber-Rey verlässt die Bank zum Monatsende nach weniger als drei Jahren im Amt, "um sich neuen beruflichen Herausforderungen zu widmen", teilte das Institut mit.

Mit der Berufung der Anwältin zum Chief Governance Officer - eine Stufe unter dem Vorstand - hatte die Deutsche Bank im Frühjahr 2013 auf eine Serie von Skandalen reagiert. Jain und sein damaliger Vorstandskollege Jürgen Fitschen hatten einen "Kulturwandel" ausgerufen. Weber-Rey war auch Mitglied der Kommission der Bundesregierung für gute Unternehmensführung gewesen.

Kürzlich hatte sich nach nur gut einem Jahr bereits die als Hoffnungsträgerin gehandelte Compliance-Expertin Nadine Faruque von der Deutschen Bank verabschiedet. Die Schweizerin war 2014 vom Rivalen Unicredit abgeworben worden und als zweite Frau in den erweiterten Vorstand (GEC) der Bank eingezogen.

Weber-Reys Nachfolger wird ein Mann: Florian Drinhausen werde zum 1. April die Leitung einer erweiterten Einheit für Corporate Governance übernehmen, teilte die Bank mit. Er war 2014 von der Wirtschaftskanzlei Linklaters zur Deutschen Bank gekommen.

brt/Reuters



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insgesamt 13 Beiträge
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obelix236 25.03.2016
1. Ein hoffnungsloser Fall
Dass die Expertin für gute Unternehmensführung und die Compliance-Expertin die Deitsche Bank verlassen, zeigt in welch traurigem Zustand das Unternehmen ist. Die selbstgefälligen und arroganten Bosse haben den Laden komplett ruiniert. Wenn ich an die Spiegel-Reportagen denke, in denen gezeigt wurde, wen diese Bank alles betrogen hat und in welche unsauberen bis illegalen Geschäfte sie verwickelt war, wird mir einfach schlecht. Ich hoffe der Laden geht in Konkurs und wird schnellstens abgewickelt. Es wäre ein echter Gewinn für Deutschland. Dass ein solches Unternehmen noch den Begriff "deutsch" in seinem Titel trägt, empfinde ich als unerträglich.
mlamprecht2 25.03.2016
2. Hoffnungsloser Fall
Die Derivatspieler werden nichts dazulernen erst wenn eine mutige Regierung ihnen das Handwerk legt die Chance besteht aber nicht ihre Lobbyisten füttern die Volksverteter und schreiben ihnen Gesetzte....also 20 Zöller aus Print in den Mülleimer und spazieren gehen so lange es noch geht......
Thomassimo 25.03.2016
3. Systemrelevant?
Wenn diese Zustände systemrelevant sind, ist das gesamte System marode.
eckawol 25.03.2016
4. Konsequent , weil Ziel nicht erreichbar
Die für gute Unternehmensführung (Corporate Governance) zuständige Daniela Weber-Rey verlässt die Bank zum Monatsende nach weniger als drei Jahren im Amt, "um sich neuen beruflichen Herausforderungen zu widmen".
eckawol 25.03.2016
5. Nach dem Ableben von Frau Schneider-Lenné
war/ist man im Vorstand der Deutsche Bank stets der Auffassung, dass es keine geeignete weibliche Führungskraft in den Reihen der DB gebe, die einen Vorstandsposten bekleiden könne. So wurden weibliche Führungskräfte von außen eingestellt, die an den DB-internen Strukturen verzweifelten/verzweifeln und gehen. Kulturwandel....?
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