München - Die dramatische Rettung der Hypo Real Estate (HRE) markierte Ende 2008 den Höhepunkt der Finanzkrise in Deutschland. Gut drei Jahre später meldet der mittlerweile verstaatlichte Immobilienfinanzierer erstmals wieder einen Gewinn: 2011 verdiente die HRE, deren Kernstück inzwischen als Deutsche Pfandbriefbank (pbb) auftritt, vor Steuern 257 Millionen Euro. Im Vorjahr war noch ein Verlust von 859 Millionen Euro entstanden.
Das Ergebnis gelang allerdings nur dank einer Bad Bank, in die im Herbst 2010 Altlasten der HRE in Höhe von 173 Milliarden ausgelagert hatte. Die Abwicklungsanstalt mit dem Namen FMS Wertmanagement war im vergangenen Jahr wegen einer milliardenschweren Bilanzierungspanne in die Kritik geraten.
"Die Bank ist profitabel und nimmt wichtige Aufgaben bei der Finanzierung der Immobilienwirtschaft und der öffentlichen Infrastruktur in Deutschland und Europa wahr", sagte HRE-Vorstandschefin Manuela Better am Donnerstag in München. Allerdings war das vierte Quartal mit einem Vorsteuerergebnis von 25 Millionen Euro mit Abstand das schlechteste des Jahres. Auch der Jahresstart dürfte wegen der angespannten Kapitalmärkte verhalten ausfallen.
Die HRE war 2008 mit Milliardenhilfen vor dem Zusammenbruch gerettet und danach gegen den Widerstand etlicher Aktionäre vollständig verstaatlicht worden. In den nächsten Jahren soll sie wieder privatisiert werden.
dab/Reuters/dpa
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