12. Dezember 2012, 18:39 Uhr

Ärger mit der Justiz

Die dunkle Seite der Deutschen Bank

Razzia in der Zentrale, Ermittlungen gegen Vorstand Fitschen: Es ist ein unangenehmer Tag für die neuen Chefs der Deutschen Bank, die doch einen Kulturwandel angekündigt hatten. Die Vergangenheit holt sie immer wieder ein.

Hamburg - Im September hatten die neuen Konzernchefs Anshu Jain und Jürgen Fitschen einen Kulturwandel in der Deutschen Bank angekündigt. Sie wollten mit der alten Zeit der schnellen Gewinne und hohen Renditen brechen, aber wie sich jetzt zeigt, ist das nicht so einfach. Die Bankvorstände werden immer wieder von den Sünden der Vergangenheit eingeholt.

Seit Jahren steht die Deutsche Bank immer häufiger im Zentrum unterschiedlichster Skandale in der Finanzwelt. Die Strategie, die Verantwortung auf einzelne Mitarbeiter oder Abteilungen abzuschieben, geht nicht auf, die Klageserie gegen die größte deutsche Bank reißt nicht mehr ab. Und das Sündenregister der vergangenen Jahre ist lang:

Überwunden ist die Klagewelle für die Deutsche Bank noch lange nicht, der Dax-Konzern hat deshalb bereits Ende 2011 Rückstellungen von weit über 800 Millionen Euro für operationelle und rechtliche Risiken gebildet. Dazu kommen mehr als 650 Millionen Euro sonstige Rückstellungen, teilweise stehen auch die im Zusammenhang mit Klagen.

nck


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