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Panne in Vodafone-Shop: Kundendaten lagen auf Straße verstreut

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Vodafone-Zentrale in Düsseldorf: "Bedauerlicher Vorfall" Zur Großansicht
REUTERS

Vodafone-Zentrale in Düsseldorf: "Bedauerlicher Vorfall"

Vodafone muss erneut eine peinliche Datenpanne einräumen. In einem Handy-Shop in Kaiserslautern landeten Kundeninformationen in einer Papiertonne und lagen später sogar auf der Straße. Das Geschäft ist ein Vertriebspartner des Mobilfunkkonzerns.

In einem Partnergeschäft des Mobilfunkanbieters Vodafone in Kaiserslautern ist es zu einer Datenpanne gekommen. In einer normalen Papiertonne lagerten Unterlagen mit zum Teil vertraulichen Kundeninformationen wie Bankverbindungen, Adressdaten und Kopien von Personalausweisen. Die Tonne lag noch am Donnerstag für jedermann zugänglich umgekippt auf der Straße, einige der Dokumente waren auf dem Asphalt verstreut. Vodafone bezeichnet das als "bedauerlichen Vorfall". Er sei durch den Fehler einer Aushilfsmitarbeiterin entstanden. Man habe umgehend den Bundesdatenschutzbeauftragten und die Bundesnetzagentur informiert.

Volker Petendorf, Sprecher von Vodafone, erklärt den Fall so: "In der Partneragentur in Kaiserslautern werden zur Entsorgung anstehende Vertragsunterlagen in einem gekennzeichneten Behälter und in einem für Dritte nicht zugänglichen Raum zwischengelagert, bevor sie endgültig mittels Schredder vernichtet werden. Eine neue Aushilfskraft der Partneragentur hat versehentlich diesen Behälter an den Straßenrand gestellt - in der fälschlichen Annahme, dass es sich hier um normales Altpapier handeln würde."

Man nehme diesen Vorfall zum Anlass, "nochmals alle Mitarbeiter der Filialen und Partneragenturen für dieses wichtige Datenschutzthema zu sensibilisieren", sagte Petendorf. Erst im September musste Vodafone bekanntgeben, dass ein externer Mitarbeiter sensible Daten von zwei Millionen Kunden gestohlen hatte.

Über ein Web-Formular können Vodafone-Kunden überprüfen, ob ihre Daten von dem Diebstahl betroffen sind. Zwischenzeitlich hat das Unternehmen nach eigenen Angaben auch alle Kunden schriftlich informiert.

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insgesamt 29 Beiträge
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1. Nun will ich ja nicht lästern...
Lichtenbruch 04.10.2013
aber wenn man sich die hochqualifizierten Verkäufer in so manchem Handyshop anschaut...wer ist da verwundert?
2. genau das passiert...
telefoner 04.10.2013
wenn man 400 euro kräfte beschäftigt... und dieses ganze betroffenenheitsgeheule seitens vf.. alles schwachsinn.
3. Ist nicht das erste Mal.
flymetothemoon 04.10.2013
Vodafone ist der Datenpannenkönig. Kann ja nach Eingabe der Telefonnummer auch jeder "Vertriebspartner" die Kundenkennwörter einsehen. Toll, Vodafone!
4. Behälter unverschlossen?
frankarouet 04.10.2013
In unserer Firma stehen viele solcher Behälter. Sie haben einen Schlitz, der so mit Reihen von Blattfedern versehen ist, dass man den Inhalt nicht mehr entnehmen kann. Der Zweck ist klar: Auch den Angestellten soll es unmöglich sein, die Papiere zu entnehmen. Deshalb zweifele ich an der Darstellung Vodafons, die Aushilfe sei schuld. Mir scheint, der Datenschutz ist marode. Hier sollte m.E. strafrechtlich gegen das Mangament ermittlet werden.
5. Vodafone
carstens_86 04.10.2013
ist als Ganzes einfach ein unmögliches Unternehmen. Ausschließlich schlechte Erfahrungen gemacht. Bin nur noch froh nun endlich alle Verträge dort gekündigt zu haben.
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