Sorge vor US-Zinserhöhungen Dax büßt zwei Prozent ein

Die Furcht vor steigenden Zinsen in den USA haben den Dax auf das Niveau von Mitte Februar absacken lassen. Auch die anderen deutschen Börsenindizes verloren kräftig.

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Der deutsche Aktienmarkt ist aus Sorge vor steigenden Zinsen in den USA abgesackt. Der Leitindex Dax verlor knapp zwei Prozent auf 12.190 Punkte. Damit bewegte er sich wieder auf dem Niveau von Mitte Februar.

Für den MDax, in dem mittelgroße deutsche Unternehmen versammelt sind, ging es um 1,8 Prozent auf 25.791 Punkte nach unten. Der Technologiewerte-Index TecDax büßte 2,6 Prozent auf 2562 Punkte ein.

Der Grund: Der neue Notenbankchef Jerome Powell sagte erneut vor dem US-Kongress aus. Er sehe keine deutlichen Anzeichen für einen starken Anstieg der Löhne oder eine Überhitzung der Konjunktur, sagte er.

Inflation bleibt konstant

Allerdings wolle die Fed die geldpolitischen Zügel auch nicht zu langsam anziehen, weil sie mit anschließenden raschen Zinserhöhungen den Aufschwung gefährde. Am Dienstag hatten Investoren Powells Aussagen zum Wirtschaftswachstum als Signal gewertet, dass die Fed die Zinsen 2018 vier Mal anheben wird. Bisher waren lediglich drei Schritte erwartet worden.

Die Inflationsdaten aus der weltgrößten Volkswirtschaft USA fielen zwar wie erwartet konstant aus, doch ihnen stehen verhaltene aktuelle Konsum- und Einkommensdaten gegenüber. Die Teuerungsrate ist eine wichtige Kennziffer für die Fed, wenn es um die künftige Geldpolitik in den Vereinigten Staaten geht.

brt/Reuters/dpa

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querulant_99 01.03.2018
1. Von wegen Zinserhöhung...
In Euroland droht alles, nur keine Zinserhöhung! Nein, mein Lieblings-Charttechniker hat mich heute morgen schon mal schonend vorgewarnt, dass der DAX heute voraussichtlich den Sinkflug einleitet und mit einem Punktestand von ca. 12.100 zu rechnen sei. Die Begründung dafür war für mich durchaus plausibel, obwohl darin das Wort Zinserhöhung überhaupt nicht vorkam. Da scheinen alternative Fakten zu existieren. ;-)
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