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Schwaches Quartal: Umsätze der Dax-Konzerne schrumpfen erstmals seit 2009

Die Euro-Krise setzt den deutschen Großkonzernen zu. Laut einer Studie der Beraterfirma Ernst & Young haben die 30 Dax-Riesen im ersten Quartal weniger Umsatz gemacht als im Vorjahr. Das war das erste Mal seit Ende 2009.

Autoexport in Emden: Hersteller schwächelten im Vergleich zum Vorjahr Zur Großansicht
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Autoexport in Emden: Hersteller schwächelten im Vergleich zum Vorjahr

Stuttgart - Die Rekordjagd der Dax-Konzerne ist vorerst unterbrochen. Einer Studie zufolge haben die 30 größten börsennotierten deutschen Unternehmen im ersten Quartal zusammen 308 Milliarden Euro Umsatz gemacht. Das waren 2,4 Milliarden und 0,8 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, teilte die Beraterfirma Ernst & Young mit. Den letzten Umsatzrückgang hatten die Dax-Konzerne im vierten Quartal 2009 verzeichnet.

Der operative Gewinn sank der Untersuchung zufolge noch stärker - um drei Prozent beziehungsweise eine Milliarde Euro auf 30,3 Milliarden Euro. 13 Unternehmen erwirtschafteten teils deutlich niedrigere Überschüsse als zuvor, zwei Konzerne machten sogar Verluste.

Besonders die Autohersteller schwächelten im Vergleich zum Vorjahr. Ihr Gewinn sank um ein Viertel, der Umsatz ging um knapp drei Prozent zurück. Grund dafür war vor allem die Absatzkrise in Westeuropa.

"Die deutschen Top-Unternehmen bekommen den konjunkturellen Gegenwind in Europa immer stärker zu spüren", sagte Thomas Harms, Partner bei Ernst & Young. "Dank ihrer globalen Aufstellung und der guten Entwicklung in den USA und China halten sich die Einbußen zwar in Grenzen, abkoppeln können sich die Unternehmen von der Konjunkturkrise in Europa allerdings nicht mehr."

Die hohe Arbeitslosigkeit in den Krisenländern, die Sparmaßnahmen der Regierungen und die geringe Investitionsbereitschaft der Unternehmen ließen eine Konjunkturerholung derzeit sehr unwahrscheinlich erscheinen, so Harms: "Weite Teile Europas befinden sich immer noch in einer Abwärtsspirale - das Ende der Krise ist nach wie vor nicht in Sicht, geschweige denn ein deutlicher Aufschwung."

cte

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1.
guteronkel 15.05.2013
Jetzt wartet doch bitte, bis die Krise so richtig bei uns angekommen ist. So etwa kurz vor der Wahl.
2. Dunkle Schatten
Progressor 15.05.2013
Die EZB versucht verzweifelt Geld in die Realwirtschaft zu pressen, aber es gelingt nur unzureichend. Der Leitzins wird von 0,75 % auf 0,5 % gesenkt. Der benötigte Impuls kann damit kaum erreicht werden. Die Zielinfaltionsrate kann nicht mehr eingehalten werden. Bei sinkendem KGV steigen die Aktienindexe auf Rekordstände. Ich weiss nicht wie man das nennen soll.
3.
mr-mojo-risin´ 15.05.2013
Zitat von sysopdapdDie Euro-Krise setzt den deutschen Großkonzernen zu. Laut einer Studie der Beraterfirma Ernst & Young haben die 30 Dax-Riesen im ersten Quartal weniger Umsatz gemacht als im Vorjahr. Das war das erste Mal seit Ende 2009. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/dax-konzerne-machen-erstmals-seit-2009-weniger-umsatz-a-899973.html
So ein Unsinn! Schauet doch auf die Kurse und huldigt dem Dax! Alles läuft perfekt, Rekordwerte allenthalben. Man höre diese ungläubigen Miesepeter nicht! Steiget umgehend in Aktien ein! Wer schon welche sein Eigen nennt, möge schnell aufstocken! Es wird für immerdar weitergehen mit dem Wachstum. Ewig und in aller Zeit. Amen.
4.
mr-mojo-risin´ 15.05.2013
Zitat von ProgressorDie EZB versucht verzweifelt Geld in die Realwirtschaft zu pressen, aber es gelingt nur unzureichend. Der Leitzins wird von 0,75 % auf 0,5 % gesenkt. Der benötigte Impuls kann damit kaum erreicht werden. Die Zielinfaltionsrate kann nicht mehr eingehalten werden. Bei sinkendem KGV steigen die Aktienindexe auf Rekordstände. Ich weiss nicht wie man das nennen soll.
Endphase einer exponentiellen Funktion?
5.
mr-mojo-risin´ 15.05.2013
Zitat von guteronkelJetzt wartet doch bitte, bis die Krise so richtig bei uns angekommen ist. So etwa kurz vor der Wahl.
Wohl eher kurz nach der Wahl, sonst würden die Etablierten ja zuviele Stimmen an die AfD verklieren. Aber ich gestehe: Sie schaffen es - bisher -ganz gut, die Krise aus den Medien und der Öffentlichkeit zu halten. Bisher.
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