Studie zu Managervergütungen: Vorstände verdienten 2012 drei Prozent mehr

5,33 Millionen verdienten die Vorstände von Dax-Konzernen 2012 im Durchschnitt - drei Prozent mehr als im Vorjahr. Laut der Studie einer Unternehmensberatung spiegeln die Managergehälter weitgehend den Erfolg ihrer Unternehmen wider. Doch nicht immer, wie eine große deutsche Bank beweist.

VW-Chef Winterkorn: Vorstandsgehälter passen "weitgehend zum Unternehmenserfolg". Zur Großansicht
DPA

VW-Chef Winterkorn: Vorstandsgehälter passen "weitgehend zum Unternehmenserfolg".

Frankfurt am Main - Die Gehälter der Chefs von Deutschlands börsennotierten Großkonzernen sind im vergangenen Jahr einer Studie zufolge leicht gestiegen. Die Vorstandsvorsitzenden der Unternehmen aus dem Deutschen Aktienindex (Dax) verdienten 2012 im Durchschnitt 5,33 Millionen Euro und damit rund drei Prozent mehr als noch im Jahr zuvor, teilte die Unternehmensberatung TowersWatson unter Berufung auf vorläufige Zahlen mit.

Für 2011 hatte sich die durchschnittliche Vergütung der Topmanager demnach noch auf 5,28 Millionen Euro belaufen. TowersWatson hatte für die Untersuchung die Vergütungsberichte von den 23 der insgesamt 30 Dax-Konzerne ausgewertet, die bislang schon vorliegen. Wie TowersWatson-Vergütungsexperte Olaf Lang sagte, entwickelte sich die Vergütung der Vorstände 2012 im Vergleich zum Vorjahr "eher unspektakulär". Gleichzeitig aber sei 2012 für die Dax-Unternehmen "ein sehr gutes Geschäftsjahr" gewesen.

Die Autoren der Studie widersprechen der aktuellen Debatte, die Gehälter von Manager durch gesetzliche Vorgaben zu begrenzen: Denn laut den Autoren der Studie passt die Entwicklung der Manager-Bezüge in den einzelnen Unternehmen "weitgehend zum Unternehmenserfolg". Spitzenreiter unter den Dax-Vorständen war Volkswagen-Chef Martin Winterkorn mit 14,5 Millionen Euro. Auf Rang zwei folgte Daimler-Lenker Dieter Zetsche mit von 8,2 Millionen Euro. Lufthansa-Chef Christoph Franz belegte mit 2,1 Millionen den letzten Platz unter den Vorstnadsvorsitzenden.

Einen Gehaltssprung von über 50 Prozent legten dagegen die Vorstände der Commerzbank Chart zeigen hin: Das angeschlagene Geldhaus vergütet seine Führungsriege nach dem Fallen der wegen der Staatshilfe eingezogenen Gehaltsgrenze wieder deutlich besser. Das Grundgehalt der zehn im Geschäftsjahr 2012 beschäftigten Vorstände erhöhte sich von 4,8 Millionen Euro im Vorjahr auf insgesamt gut 7,3 Millionen Euro, wie aus dem am Dienstag veröffentlichten Geschäftsbericht des Frankfurter Dax-Konzerns hervorgeht - im Vergleich der Dax-Konzerne allerdings ein recht niedriger Wert.

ade/AFP/dpa

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1. ...
pace335 19.03.2013
Diese ...... kriegen echt den Hals nicht voll!
2.
weißbrot 19.03.2013
Zitat von pace335Diese ...... kriegen echt den Hals nicht voll!
Genau wie alle anderen Arbeitnehmer auch...
3. Gier
haemoride 19.03.2013
Zitat von weißbrotGenau wie alle anderen Arbeitnehmer auch...
im Unterschied erhalten diese Herren auch wenn sie Millionenverluste einfahren den goldenen Handschlag und Pensionen die zehntausend Arbeiter in ihrem Leben nicht zusammenbekommen. Hoffentlich können sie bei beispielsweise 5 Mio Grundgehalt mit den 150.000.- Mehrgehalt überleben ! Ich spende seit mehr als 20 Jahren 15% meines Einkommens an soziale Einrichtungen und nicht an sich selbst bereichernde Parteien ! Kann dennoch gut leben.
4. Ein Job halt.....
supito 19.03.2013
Ich stelle hier mal die Behauptung auf, daß 97 % aller Deutschen (Europäer) für einen solchen Jobs nicht annähernd geeignet wären. Und die maßen sich an, über die Arbeitsqualität, persönliche Fähigkeiten, Durchsetzungsvermögen, Erfahrung und möglicherweise einzigartige Führungsqualität von Spitzenmanager zu urteilen? Das führt dann ganz schnell ins MIttelmaß oder deutlich darunter. Es wird unterschätzt, was da geleistet wird - und die Gelder brauchen Otto Normalverdiener nicht stören - da kommt er nie hin. Wie bei den Fußballern. Neidfrei lebt sichs besser und unaufgeregt.
5.
miauwww 19.03.2013
Zitat von supitoIch stelle hier mal die Behauptung auf, daß 97 % aller Deutschen (Europäer) für einen solchen Jobs nicht annähernd geeignet wären. Und die maßen sich an, über die Arbeitsqualität, persönliche Fähigkeiten, Durchsetzungsvermögen, Erfahrung und möglicherweise einzigartige Führungsqualität von Spitzenmanager zu urteilen? Das führt dann ganz schnell ins MIttelmaß oder deutlich darunter. Es wird unterschätzt, was da geleistet wird - und die Gelder brauchen Otto Normalverdiener nicht stören - da kommt er nie hin. Wie bei den Fußballern. Neidfrei lebt sichs besser und unaufgeregt.
Laecherlich. Siehe Schlecker, Telekom, ThyssenKrupp usw usw., was uns grad an Arbeitsqulitaet usw. angeboten wird. Tatsaechlich alles einzigartig, was?
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