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Sorgen um Konjunktur: Dax rutscht auf Jahrestief

Ein Mann im Handelssaal der Frankfurter Börse: Minus auch in Paris und Mailand Zur Großansicht
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Ein Mann im Handelssaal der Frankfurter Börse: Minus auch in Paris und Mailand

"Die Anleger sind nervös": Sorgen um das Wirtschaftswachstum in der Eurozone sowie enttäuschende Zahlen aus den USA haben die europäischen Aktienindizes einbrechen lassen. Der Dax schloss mit einem Minus von fast drei Prozent - ein neues Jahrestief.

Frankfurt am Main - Enttäuschende Wirtschaftsdaten aus den USA haben die Konjunktursorgen vieler Anleger verstärkt. Der deutsche Leitindex ist nach der Veröffentlichung der Zahlen um fast drei Prozent auf 8571,95 Punkte eingebrochen. Das ist der tiefste Stand seit gut einem Jahr. Auch an den Börsen in Paris, Mailand und Lissabon gaben die Aktienindizes um mehr als drei Prozent nach.

Nach der Wachstumsschwäche in Europa werde so manchem Investor klar, dass auch die Wirtschaft in den USA nicht ohne Schrammen davon kommen dürfte, sagte Marktbeobachter Daniel Saurenz von Feingold Research. "Die Anleger sind nervös und nutzen jede Gelegenheit zum Verkaufen, während noch vor Wochen jede Schwäche zum Nachkaufen genutzt wurde."

Der EuroStoxx 50 als Leitindex in der Eurozone fiel um 3,6 Prozent auf 2892,55 Punkte. Der FTSE 100 in London und der Cac 40 in Paris schlossen ebenfalls tiefrot. In den USA stand der Dow Jones Industrial zuletzt anderthalb Prozent tiefer. Erst vor rund einer Woche war der Dax unter die Marke von 9000 Punkten gerutscht. Am 19. September hatte er im Handelsverlauf hingegen noch 9891 Punkte erreicht.

Im Dax Chart zeigen sind die Werte der 30 wichtigsten börsennotierten deutschen Unternehmen zusammengefasst. Während der Finanzkrise war der Leitindex im März 2009 innerhalb kurzer Zeit auf unter 3700 Punkte gefallen. Sorgen um die Rezession und die maroden Staatsfinanzen beherrschten damals die Debatten der Anleger.

vks/dpa/AFP

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1. Eine Frage...
Ausfriedenau 15.10.2014
muss erlaubt sein: warum soll es den Spekulanten und Aktionären besser gehen als dem kleinen Sparer, der doch schon lange kaum noch Zinsen bekommt?
2.
marietta292 16.10.2014
Zitat von Ausfriedenaumuss erlaubt sein: warum soll es den Spekulanten und Aktionären besser gehen als dem kleinen Sparer, der doch schon lange kaum noch Zinsen bekommt?
Was glauben Sie wohl, woher die Banken das Geld nehmen, um dem kleinen Sparer die Zinsen zu bezahlen? Tipp: Die Banken reinvestieren die Spareinlage. Raten Sie mal, wo.
3. Seltsames Marionetten-Theater
ihawk 16.10.2014
Investoren (wenn ich das Wort schon höre ...) sind verunsichert über etwas, was sie selbst verursacht haben - Nein, Investoren unterliegen einem tragischen Herdentrieb. Europa soll jetzt übernahmereif geschossen werden - erst Sanktionen gegen Russland, die ausschließlich der Wirtschaft in Europa schaden - und jetzt wird die Börse weich geklopft - das Freihandelsabkommen mit den USA soll her und zwar schnell und zu US Konditionen bevor es auffällig wird, dass die USA pleite ist.
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