Frankfurt am Main - Die Hochstimmung an den weltweiten Aktienmärkten ist vorbei, stattdessen macht sich Ernüchterung breit. Der Dax
ist am Freitagvormittag unter die Marke von 7000 Punkten gefallen. Zeitweise lag der deutsche Leitindex ein Prozent im Minus.
"Das Unterschreiten der 7000er Marke hat Anschlussverkäufe ausgelöst, die die Talfahrt beschleunigt haben", sagte ein Börsianer. Der EuroStoxx50 baute seine Verluste ebenfalls aus und fiel zeitweise um 0,8 Prozent auf ein Fünf-Wochen-Tief. Zu den größten Verlierern gehörten dabei die Finanzwerte. Die Branchen-Indizes für die Banken und Versicherungen der Euro-Zone gaben jeweils 1,4 Prozent nach.
Hintergrund für die Verluste sind vor allem schwache Vorgaben aus den USA. An der Wall Street hatte der Dow Jones
am Donnerstag mit einem Minus von 0,2 Prozentpunkten geschlossen. Der Technologieindex Nasdaq Composite
büßte 0,3 Prozent ein.
"Die alten Sorgen sind wieder da", sagte Marktanalyst Robert Halver von der Baader Bank. "Die Euro-Krise hat mit den ungelösten Problemen in Griechenland und Spanien eine Frischzellenkur erhalten, Amerika streitet sich wieder über die Schuldenproblematik, und zu allem Übel haben wir einen neuen Nahost-Konflikt."
Größter Verlierer im Dax war zunächst Henkel
. Der Düsseldorfer Konzern hatte zwar gute Quartalszahlen vorgelegt. Doch der Ausblick enttäuschte die Anleger. Die Henkel-Aktie büßte zeitweise fast fünf Prozent ein.
Dagegen legten die Bayer-Papiere trotz eines möglichen Bieterkampfes um gut ein halbes Prozent zu. Stützend wirkte auch eine Hochstufung durch die US-Bank JPMorgan.
cte/dpa
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