Frankfurt - Die Frankfurter Börse hat von der Hoffnung auf ein Ende im US-Haushaltsstreit profitiert. Anleger kauften vor allem europäische Wertpapiere und trieben den Dax
somit in die Höhe. Der Leitindex schloss mit 1,1 Prozent im Plus bei 7534,54 Punkten und damit auf dem höchsten Stand seit 2008. Mit 3,6 Milliarden Euro lagen die Umsätze deutlich über dem Schnitt der vergangenen 90 Handelstage. Der EuroStoxx 50
beendete den Tag mit einem Aufschlag von 0,5 Prozent bei 2603 Zählern.
Laut US-Präsident Obama könnte schon binnen einer Woche eine Einigung im Haushaltsstreit erzielt werden. Zum Jahreswechsel drohen automatische Abgabenkürzungen und auslaufende Steuererleichterungen. Die weltgrößte Volkswirtschaft könnte über die sogenannte Fiskalklippe in eine Rezession stürzen. "Es ist ein Riesenoptimismus im Markt. Offenbar wollen noch einige Anleger bis zum Jahresende einsteigen", sagte Sebastian Sachs, Analyst bei der Metzler Bank.
Auch eine überraschend starke Nachfrage nach französischen Staatsanleihen wirkte sich positiv aus. Die Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB), den Leitzins bei 0,75 Prozent zu belassen, nahm keinen großen Einfluss auf das Geschehen an den Börsen. Auch dass EZB-Präsident Mario Draghi ein relativ bedrückendes Bild von der Konjunkturentwicklung zeichnete, beeindruckte wenig.
In Mittelpunkt stand am Donnerstag die EADS-Aktie
mit einem Zuwachs von acht Prozent auf 29,42 Euro. Die Wertpapiere des Luft- und Raumfahrtkonzerns profitierten von der Neuordnung der Aktionärsstruktur. Der geplante Aktienrückkauf des Unternehmens sorgte für weiteren Aufschwung.
rit/Reuters
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