Kursrutsch Dax schließt unter 12.000 Punkten

Wachsende Unsicherheiten lassen die Investoren vorsichtiger werden. Der deutsche Leitindex Dax ist erstmals seit Anfang April unter 12.000 Zähler gerutscht. Am Ende der Kursliste stand die Bayer-Aktie.

Börse Frankfurt
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Börse Frankfurt


Der deutsche Leitindex Dax ist erstmals seit Anfang April unter die Marke von 12.000 Punkten gerutscht. Wie schon am Vortag geriet er in den Sog der Kursverluste an der technologielastigen US-Börse Nasdaq. Der Index schloss mit einem Minus von 0,7 Prozent bei 11.955 Punkten. Zuvor war es bis auf rund 11.945 Zähler abwärts gegangen.

Die wachsende Zahl wirtschaftlicher und politischer Risiken treibt hierzulande immer mehr Anleger aus Aktien. Für steigende Nervosität unter den Investoren sorgen vor allem der internationale Handelskonflikt sowie die Währungskrisen in einigen Schwellenländern.

China warnte die USA vor einer Zuspitzung des Handelskonflikts und will gegebenenfalls weitere Gegenmaßnahmen einleiten. Überraschend deutlich gesunkene Auftragseingänge für die deutsche Industrie sorgten aktuell für einen weiteren Dämpfer.

Bayer setzt Kurssturz fort

Dax-Schlusslicht waren die Papiere des Pharma- und Agrarchemiekonzerns Bayer mit rund 4,6 Prozent Minus. Dies war der niedrigste Kurs seit März 2013. Bayer-Aktien hatten im Zuge eines Schadenersatzurteils gegen den übernommenen US-Hersteller Monsanto bereits in den vergangenen Wochen kräftig an Wert eingebüßt.

Auch der breite Markt schloss schwächer: Der Index der mittelgroßen Werte, der MDax, gab um 0,5 Prozent auf 26.130 Zähler nach. Der TecDax sank um 0,6 Prozent auf 2894 Punkte.

Nicht besser sah es in Europa aus. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor 0,6 Prozent auf 3295 Punkte und rutschte damit auf den tiefsten Stand seit Ende März. Auch die Börsen in Paris und London verbuchten Verluste. In den USA stand der Dow Jones Industrial zum Handelsschluss in Europa mit rund 0,1 Prozent im Minus, die Nasdaq-Indizes verloren rund ein Prozent.

brt/dpa

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jsavdf 06.09.2018
1. Ist irgendwo
Festgelegt im Algorithmus, dass 12.000 Punkte extrem schwer für den Dad zu erreichen sind? Es ist rein psychologisch. Der größte Teil des Handels wird von Computern erledigt die sich davon nicht beeindrucken lassen. Warum also wir? Oder um es mal mit einem modernen Klassiker u sagen: DAX Level over 9.000.
ossimann 06.09.2018
2. Auweia ....
Den größten Teil des Volkes wird das egal sein . Die Firmen werden durch den Aktienschwund auch nicht am Tropf hängen . Im Prinzip ist es das überschüssige Geld welches für den Wirtschaftskreislauf eigentlich nicht benötigt wird . Es dümpelt dort rum in der Hoffnung das es sich aus dem nichts vermehrt , durch Analystenmkaffeesatzleserei oder Zufluss durch neue Aktienkäufe ( Schneeballprinzip ) sowie Unterstützung von der irren Niedrigzins Politik der EZB , welche ja auch die Folge von Finanzcrash und Überschuldungen ist . Da keine Alternative am Markt existiert um leistungslosen Cash einzufahren wird der DAX auch schnell wieder steigen . Schliesslich leben die Bigplayer der Finanz davon , den man produziert ja ausser Blasen und Schulden nichts und die Einkommen sind bei Teilen ja exorbitant. Der Begriff Investoren hat auch so ein Geschmäcker . Man Investiert um Kursgewinne und Rendite auf Konto umzuleiten und nicht damit Firma XY neue Arbeitsplätze schafft , ganz im Gegenteil man profitiert wenn Arbeitsplätze wegfallen und die wegfallende Sozialkosten als Gewinn verbucht werden . Ein Aktionär ist in erster Linie ein Spekulant der investiert um sein Kapital zu mehren . Er kalkuliert Verluste ein , weil er Verluste auch aussitzen oder verschmerzen kann , wer mit die Euros rechnen muss um über den Monat zu kommen wird wohl eher keine Aktien besitzen . Bei den grossen Banken gibt es sogar noch die Steuerzahler Rückversicherung wenn es wieder in der Grütze geht . Dann hat man die Gewinne wieder privatisiert und die Schulden solidarisiert bzw. als Schulden anschreiben lassen . Das sind die Regeln der Hochfinanz tagein , tagaus , der Vater Staat steht daneben wie der von Schreck erstarrte Hase im Anblick einer Klapperschlange wenn der "Big Crash" eines Tages wieder um den Globus jagt . .
lupo62 06.09.2018
3. Schluß mit lustig - vorerst
Die Börse hat seit 2009 eine enorme Hausse hinter sich - bis Mitte letzten Jahres. Seitdem ist der Dax ein Nullsummenspiel. Es geht kräftig bergauf über hunderte Punkte - und nach wenigen Tagen die gleiche Punktzahl bergab. Wie lange das so weiter gehen wird - keiner weiß es. Genau so wenig, ob es dann nach unten oder oben geht. Nur eins ist klar: Die mühelosen hohen Gewinne für alle gehören der Vergangenheit an. Man kann bei der Börse auch wieder verlieren
dasfred 07.09.2018
4. Neues aus dem Wettbüro
Viel mehr stellen dieses Nachrichten meist nicht dar. Auch unsere beliebten Börsenexperten sind oft nichts anderes, als Glücksspieler, die uns erzählen wollen, sie hätten das "perfekt System" gefunden. Nachrichten über Erfolg werden überbetont, über Verluste nur am Rande behandelt und wer sich an der Börse ruiniert, gehört einfach nicht mehr dazu.
querulant_99 07.09.2018
5.
Was ist an der 12000er-Marke so besonders außer dass es eine runde Zahl ist? Für den Profi-Handel sind ganz andere Marken wichtig, welche in der Regel "krumme" Zahlen sind. Für den Computerhandel erst Recht. Diese Marke eignet sich allenfalls für den Smalltalk unter Möchtegern-Börsianer.
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